Mannheimer Einbahnstraßen

Ali Müller kandidiert bei der Kommunalwahl Mannheim auf dem aussichtsreichen Listenplatz 13 der SPD und möchte als neuer Stadtrat im Gemeinderat Mannheim ganz viel für die Integration tun.

Ali Müller von der SPD Mannheim will Integration durch Beteiligung

Integration durch wessen Beteiligung?
Ali Müller, welcher bei seiner Vorstellung [-> Video] betonte, dass er sich “für alle Mannheimerinnen und Mannheimer einsetzen” möchte, hat sich zehn Ziele gesetzt, die er als Stadtrat in Mannheim gerne verwirklichen würde. Wenn man das 10-Punkte Programm von Ali Müller zu seinem einzigen Thema “Integration” liest, so hat man den Eindruck, dass es sich entweder bei allen Mannheimerinnen und Mannheimern  um Migranten handeln muss oder dass von Migranten keine Beteiligung bei ihrer eigenen Integration gefordert werden darf:
1. Schnellere Einbürgerung von Migranten durch ein unkompliziertes Aufnahmeverfahren. 2. Ausweitung des kommunalen Wahlrechts für nicht EU-Bürger 3. Anerkennung der doppelten Staatsangehörigkeit 4. Förderunterricht, der bereits im Kindergarten oder in den Kinderkrippen beginnt. 5. Stärkung und Förderung der Zwei- und Mehrsprachigkeit. 6. Errichtung eines „Haus der Kulturen“, das allen Menschen unabhängig von Konfession oder Herkunft offen steht. 7. Verbesserung der altersgerechter Betreuung von Senioren mit  Migrationshintergrund. 8. Verbesserter Dialog mit der Verwaltung, um das Serviceangebot für Migranten in Mannheim zu verbessern. 9. Veranstaltung eines “kommunalen Integrationsgipfels”. 10. Anerkennung der Pluralität der Religionen und Einrichtung eines Friedhofs, der den islamischen Bräuchen entspricht. [-> Quelle]

Fordern statt verwöhnen!
Am letzten Samstag trafen wir das Konterfei von Ali Müller in der Kunststraße Mannheim. Sofort sprang uns der Slogan “Integration durch Beteiligung!” ins Auge, weil wir es total gut finden, wenn sich Migranten an ihrer Integration beteiligen sollen. Allerdings hatten wir zu jener Zeit noch nicht das obige 10-Punkte Programm von Ali Müller gelesen. Erst ein vorbeikommender Radfahrer machte uns mit einem italienischen Schimpfwort gegenüber dem Wahlplakta (”chi scoccia!”) klar, dass es in Mannheim schon immer Migranten gegeben hat und dass eigentlich nur die Mannheimer Kunststraße eine Einbahnstraße ist.

Ali Müller - Bewerbungsrede anlässlich der Listenaufstellung am 13.12.2008

Mannheim, den 25.05.2009, 13:18 Uhr.

Verweis
-> Ali Müller - Meine Ziele

25. Mai 2009 | Von Wilhelm Entenmann | Kategorie Mannheim & Rhein-Neckar
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8 Kommentare
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  1. Punkt 7 könnte man auch so umformulieren:
    7. Verbesserung der artgerechten Haltung der deutschen Restbevölkerung.

  2. Ist Ali ein deutsch-gewordener Pantoffelheld (der den Namen einer Frau annimmt) oder Herr Müller ein umgepolter Deutscher, der Vornamen und Aussehen entsprechen orientalisiert hat?

    Mir reicht schon Punkt 6: Errichtung eines „Haus der Kulturen“, das allen Menschen unabhängig von Konfession oder Herkunft offen steht.

    Das erinnert stark an das berüchtigte Multi-Kulti-Haus in Ulm. Das war eine Kaderschmiede des islamischen Terrorismus’. Gibt es eigentlich Aussagen von Herrn Müller zu seinen Beziehungen zur Muslim-Bruderschaft? Fragen kann man doch mal, oder?

  3. Herr Müller hat einige Punkte in seinem Programm, die er als Kommunalpolitiker wohl nicht beeinflussen kann. Über diese Punkte

    1. Schnellere Einbürgerung von Migranten durch ein unkompliziertes Aufnahmeverfahren. 2. Ausweitung des kommunalen Wahlrechts für nicht EU-Bürger 3. Anerkennung der doppelten Staatsangehörigkeit

    wird wohl kaum im Mannheimer Stadtrat entschieden werden, da muß Bund, Land oder EU ran. Insofern sind bereits 30% seines Programms bereits Augenwischerei. Über die restlichen 70% möchte ich mich jetzt nicht auslassen :-)

  4. @geisteswelt

    Ist Ali ein deutsch-gewordener Pantoffelheld (der den Namen einer Frau annimmt) oder Herr Müller ein umgepolter Deutscher, der Vornamen und Aussehen entsprechen orientalisiert hat?

    In seinem Internetauftritt schreibt er:

    Im Jahre 1983 wurde ich dann durch Frau Hanne Lore Müller adoptiert. Ihr verdanke ich meinen deutschen Nachnamen und vieles mehr.

    Ich habe mich auch immer über die Namenskombination gewundert, finde sie aber irgendwie im positiven Sinne witzig.

  5. @Gilbert
    Verbesserung der artgerechten Haltung der deutschen Restbevölkerung
    Tatsächlich plant Mannheim unter dem Stichwort -> Leitsystem demografischer Wandel etwas in diese Richtung.
    Siehe auch Metropol Rhein-Neckar: -> Allgemeine Entwicklungen und Herausforderungen im Bereich Wohnen.

    @geisteswelt
    Ist Ali ein deutsch-gewordener Pantoffelheld
    Ich merke schon, dass ich viel früher über Herrn Müller (Eichbaum hat mit dessen Adoption Recht) berichten hätte sollen.

    Beziehungen zur Muslim-Bruderschaft
    Scheinbar ist er mit dem allseits bekannten (Mannheimer) Bekir Alboga gut Freund.
    Auf seiner Homepage schreibt Herr Müller:
    “Nach anregenden Impulsreferaten von Mustafa Baklan (BAKTAT) und Bekir Alboga (DITIB) stellten sich die KandidatInnen vor. „Ausländerpolitik war gestern – wir reden schon lange von Neuinländern. Nicht zuletzt deshalb sei die SPD als verlässliche Integrationspartei anerkannt“, so Ali Müller.

    Zusammenfassend kann man wohl sagen, dass wir in Mannheim diesem Kandidaten sehr viel Freude abgewinnen können. ;-)

    @Eichbaum
    Herr Müller hat einige Punkte in seinem Programm, die er als Kommunalpolitiker wohl nicht beeinflussen kann.
    Das dürften den wenigsten Personen seiner Wählerschaft bekannt sein.

    Allgemein ist es aber so, dass die Kandidaten von Parteilisten eher Partei-, als Kommunalpolitik machen - ein Grund, weshalb ich inzwischen ein Freund von lokalen freien Wählerlisten geworden bin.
    Sollte es nach der Wahl zu Rotrotgrün in Mannheim kommen, dann wird Schoggo-TV zur radikal-oppositionellen “Freie Stimme Mannheim” umgewandelt. :lol:

  6. Der Name ist schon Spitze!
    Ich habe mir seine Website schon mal angesehen.
    Gerade sein 10 Punkte (10 gute Gründe auf der Startseite) zeigen dass er schon auch die Neumigranten bewegen will.
    Jedenfalls ist er wohl sehr aktiv und nicht nur bei seiner Clientel, sondern auch bei den Ököthemen (Radparade und Teufelsbrücke).

  7. @M. Steinhaus

    Also das Thema “Teufelsbrücke” ist ja nun ein Pflichtthema für alle PolitikerInnen, welche in Mannheim an der Macht bleiben bzw. an diese gelangen möchten.
    Wer sich nicht gegen den Abriß der Teufelsbrücke ausspricht oder sich gar für deren Abriß stark macht, der hat es als Stadtrat oder Kandidat bei den ManheimerInnen zu Recht verschi**en!
    Warum sollte Herr Müller nicht in diesen Protestchor einstimmen, zumal die Teufelsbrücke in seinem “Wahlbezirk” Innenstadt/Jungbusch liegt(?).

    Die Teufelsbrücke muß erhalten bleiben, keine Frage.
    (Gleiches gilt auch für den Paradeplatz, welcher so ein JUler platt und in eine “Eventzone” verwandeln möchte.)

  8. Der Beifall scheint eher dem mühsamen und einigermaßen gelingenden Ablesen des Textes zu gelten als dem Inhalt.
    Fast 30 Jahre in Deutschland zu sein und nur gebrochen deutsch zu sprechen, ist für einen Politiker schon etwas ungewöhnlich.
    Sich von Deutschen adoptieren zu lassen ist natürlich der Königsweg zur deutschen Staatsbürgerschaft.
    Ich hatte mal einen Nachbarn, der sich, als er nach Deutschland kam erstmal als Libanonflüchtling ausgab.
    Nachdem er als Messerstecher unangenehm aufgefallen war und befürchten musste, ausgewiesen zu werden, konnte er seine im Haus lebende, alte und alleinstehende Vermieterin dazu bewegen, ihn zu adoptieren. Kurz darauf erbte er das Haus und das Vermögen der alten Dame, die verstorben war.. .
    Bei einer seiner viele Gerichtsverhandlungen kam die Sprache auf seine Herkunft und es kam heraus, dass er in der Türkei geboren und türkischer Staatsangehöriger gewesen war. Dass er als Libanese geführt wurde, sei ein bedauerliches Mißverständnis gewesen, das aufgrund der Verständnisschwierigkeiten und dem Fehlen eines Dolmetschers passiert sei.

    Aber wie wir wissen, ist dies natürlich nur ein bedauerlicher Einzelfall und soll den ehrenwerten Herrn Ali Müller nicht in ein schiefes Licht setzen.

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