Bundestagsabgeordnete aus Mannheim

Mannheimer Bundestagsabgeordnete Gerhard Schick und Michael Schlecht zeigen nach Bundestagswahl bürgerlichen Anstand, während die Bundestagsabgeordneten Egon Jüttner und Birgit Reinemund aus dem bürgerlichen Lager diesen vergessen haben und der doppelt gescheiterte Mannheimer Kandidat Stefan Rebmann wohl immer noch schmollend von der Übernahme träumt.

Rot-Grünes Geschenk

Rot-Grünes ''Danke!''

Fünf für Mannheim minus Stefan nach Berlin

Prof. Dr. Egon Jüttner (CDU) mit dem Direktmandat sowie Dr. Gerhard Schick (DIE GRÜNEN), Michael Schlecht (”DIE LINKE”) und Dr. Birgit Reinemund (FDP) via Landeslisten ihrer Parteien als Bundestagsabgeordnete für Mannheim nach Berlin gewählt - nur Stefan Rebmann (SPD) muss allein zu Haus in Mannheim bleiben, da es weder mit dem Direktmandat noch mit einem Listenplatz für ein Bundestagsmandat geklappt hat [-> Stadt Mannheim: Ergebnisse], was ihm auf die sensible Politikerseele schlägt: “Es schmerzt, das tut richtig weh” [-> Mannheimer Morgen & -> RNF-Video].
Aber auch die Wählerin und der Wähler haben sensible Seelen, welche von den fünf genannten Mannheimer Bundestagskandidaten überwiegend mit Füßen getreten werden.

Sagten die gewählten Kandidaten Dr. Gerhard Schick [-> hier] und Michael Schlecht [-> hier] der Wählerschaft bereits einen Tag nach der Bundestagswahl artig “DANKE!”, kündigt die letzte aktuelle Pressemeldung von Dr. Birgit Reinemund den Besuch von Dr. Guido Westerwelle am 24.09.2009 in Heidelberg [-> hier] an, während Prof. Dr. Egon Jüttner immer noch der Weltmeisterin Carolin Leonhardt vom Wassersportverein Mannheim-Sandhofen am 24.09.2009 gratuliert [-> hier].
Der große Verlierer aus Mannheim, Stefan Rebmann, läßt indes immer noch den mehrfachen Gewinner des Mannheimer Direktmandats am 25.09.2009 für sich sprechen. Lothar Mark (SPD): “Ich wähle Stefan Rebmann - Gut, dass ER übernimmt.” [-> hier] Grins

Mannheim, den 30.09.2009, 14:03 Uhr.

30. September 2009 | Von Wilhelm Entenmann | Kategorie Mannheim & Rhein-Neckar
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3 Kommentare
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  1. Aha, Prof. Dr. Egon Jüttner hat inzwischen auf der Startseite seiner Homepage reagiert:

    Vielen Dank für Ihr Vertrauen!
    Liebe Mannheimerinnen und Mannheimer,
    ich danke allen, die mich am Sonntag gewählt haben, für das Vertrauen. Ich kann Ihnen versichern, dass ich mich für Mannheim und alle seine Bürgerinnen und Bürger mit voller Kraft in Berlin einsetzen werde.

    Mmmh, mit voller Kraft in Berlin einsetzen ob MdB Prof. Dr. Egon Jüttner jetzt wohl seinen Sitz im Mannheimer Gemeinderat und die, mit diesem Amt verbundenen Sitze in diversen Aufsichtsräten zurückgeben wird, wenn er sich in Berlin mit voller Kraft für uns einsetzen wird?*

    * = siehe hierzu unser Beitrag: -> Egon Jüttner mit CDU-Kraft?

  2. Da gibt es doch einen, der sich für alle in Berlin einsetzt. Jetzt soll er wegen Volksverhetzung drankommen. Ist das nicht wunnerba?

  3. @anaximander

    der sich für alle in Berlin einsetzt

    Danke fürs Stichwort, hierzu zwei Anmerkungen:

    1. Egon Jüttner war laut seiner eigenen Homepage 2004 - 2008 Vizepräsident der Deutsch-Arabischen Gesellschaft DAG.

    Dabei bezieht die Gesellschaft Position „Pro-Palästina“ und tritt ausdrücklich für die Schaffung eines unabhängigen und lebensfähigen Staates Palästina in den Grenzen von 1967, für die Rückgabe der Golanhöhen an Syrien, und für die umfassende Geltung der Menschen- und Bürgerrechte für die Angehörigen aller ethnischen und konfessionellen Gruppen in dieser Region ein.
    Quelle: -> Wikipedia

    Fußnote: Für mich hat sich damit ein Teil des Rätsels der parteiübergreifenden
    -> Mannheimer Schweigemauer gelöst.

    2. “DIE LINKE” MANNHEIM schrieb am 30.09.2009:

    Direktkandidat: Der Schwächste setzt sich durch
    Mit Jüttner (CDU) setzte sich ein Mann durch, der vor allem durch seine mangelnden Fähigkeiten glänzt. Er ist zwar reaktionär, aber er polarisiert nicht. Trotz seines Professorentitels ist er vollkommen ungeübt in der freien Rede. Jüttner ist auch im Stadtrat vertreten. Hier zeichnet er sich durch Nichtstun in seiner Fraktion aus. Von 1994 und 1998 war er für die CDU schon mal im Bundestag. Sein Büro fiel durch beständiges Verschicken von Presseerklärungen an den „Mannheimer Morgen“ auf – allerdings verblieb Jüttner selbst im Bundestag immer im Stadium des Hinterbänklers.
    Er fiel dem Schreiber dieser Zeilen allenfalls durch sein Engagement für die „Vertriebenenverbände“ wie die der Schlesier und die der Sudetendeutschen auf. In Mannheim pflegt Jüttner den Kontakt zu sehr vielen Vereinen. In Sandhofen, wo er wohnt, soll es keinen Bürger geben, dem er noch nicht die Hände geschüttelt hat. Da gibt es also doch eine Stärke von Egon Jüttner: „Mannheimer“ zu sein, wie die CDU immer wieder betont hat.
    Quelle “DIE LINKE”: -> Pressebericht: Bundestagswahl 2009 in Mannheim

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