CDU Mannheim gegen Grillverbot
CDU Mannheim stellt im Gemeinderat Mannheim Antrag auf Aufhebung des Grillverbotes am Rheinufer im Bereich Lindenhof: “Grillwürstchen von der CDU? Danke, uns ist schon schlecht!”

Grillverbotsschild in Mannheim
Mannheimer Würstchen
Die Anwohnerinnen und Anwohner des Rheinufers auf dem Lindenhof Mannheim, welche, angenervt von dem wilden Grillen direkt vor ihren Haustüren [-> unser Artikel], bei der letzten Gemeinderatswahl sehr wahrscheinlich die CDU als Garant bürgerlicher Ordnung und Sauberkeit gewählt haben, sollten sich nach dem heutigen Einknicken der Mannheimer CDU-Gemeinderatsfraktion vor der Hedonistischen Einheitsfront Mannheim [FDP, inkl. Rot-Rot-Grünes Geschwurbel], von der vorgeblich einzig konservativen Partei Deutschlands angewidert abwenden.
Hatte sich die Stadt Mannheim kurz nach der Gemeinderatswahl im Juni 2009 endlich zu einem Grillverbot auf der Rheinwiese unterhalb des Lindenhofs durchgerungen [-> RNF Video], musste die dortige Anwohnerschaft heute der lokalen Presse entnehmen, dass die CDU in die heutige Gemeinderatssitzung einen Antrag einbringen wird, mit welchem Deutschlands bessere SPD für eine Aufhebung des Grillverbotes plädiert [-> Mannheimer Morgen]. Wohl federführend für den Antrag verantwortlich der Jungstatdtrat Nikolas Löbel von der Jungen Union, welcher im Februar 2009 durch sein vollmundiges Statement gegen den in Mannheim geplanten muslimischen Kindergarten aufgefallen ist [-> Junge Union Mannheim, Pressemeldungen]: “Trau, schau, wem.”
Mannheim, den 24.11.2009, 18:57 Uhr.






In Anbetracht einer mehr als schwierigen Zeit für Politik,Wirtschaft und Gesellschaft muss man sich schon ernsthaft fragen, wieso die CDU und allen voran Herr Löbel Zeit,Geld und Energie verschwenden und sich mit einem längst abgearbeitetem und nicht grundlos gescheiterten Thema befassen!
Um sich qualifiziert zu profilieren gibt es In unserer Stadt wahrlich mehr als genügend Probleme, die dringend nach Lösungen suchen.
@Kurt Gruber
Um sich qualifiziert zu profilieren gibt es In unserer Stadt wahrlich mehr als genügend Probleme, die dringend nach Lösungen suchen.
“Danke!”, beides spricht mir aus der Seele, i.e. 1. die Profilierung von Herrn Koch-Löbel alias “Der Neue” (wir erinnern uns hierbei an dessen unsäglichen Vorschlag zur Plattmachung des Paradeplatzes zwecks Schaffung einer “Event-Fläche”), als auch 2. an wirklich brennende Probleme in Mannheim, zu denen die CDU dann aber nicht mutig Position beziehen möchte.
Um meine Bekannten in der Rennershofstrasse tut’s mir jetzt schon leid, wenn dort im Frühjahr das, mit dem Grillen verbundene wochenendliche Volksfest einsetzen wird. Denn die, von der CDU vorgeschlagenen Elektrogrille (welche die Stadt installieren soll), werden das eigentliche Problem nicht lösen (in Berlin wollte man übrigens auch Gemeinschaftsgrille einrichten, was aber dann daran gescheitert ist, dass Muslime ihr Hammelfleisch nicht dort grillen wollten, wo auch Schweinefleisch gegrillt wird).
Ich habe meinen Bekannten in der Rennershofstrasse auch schon vorgeschlagen, dass sie auch mal Grillen gehen sollten, nämlich in den Grünbereichen hinter den Häusern von Mannheimer PolitikerInnen…, aber leider sind meine Bekannten einfach zu brav.
Im Übrigen bleibt noch anzumerken dass keiner der Politiker die sich für das GRILLEN auf der Rheinwiese stark macht auch nur in der Nähe wohnt !
Fehlt nur noch die Fähre und fertig ist MANNHEIMbul am RHEINborus.
@Kurt Gruber
dass keiner der Politiker die sich für das GRILLEN auf der Rheinwiese stark macht auch nur in der Nähe wohnt !
“Genau!”…, dies zeigt sich auch bei anderen Problematiken, von deren “Lösungen” dann nur die BürgerInnen, nie aber die StadträtInnen oder AmtsträgerInnen selbst unmittelbar betroffen sind - weshalb ich auch für eine Residenzpflicht z.B. für BürgermeisterInnen und andere AmträgerInnen in Mannheim bin.
MANNHEIMbul am RHEINborus.
Ich sehe (zu meiner Beruhigung), dass Sie mit meinen Wortspielen umzugehen wissen.
Leider ist dem Mannheimer Morgen gestern und heute nichts weiteres zum Thema Grillenverbot zu entnehmen gewesen. Da ich gerne weiter über diese Geschichte berichten möchte (in meinen Zugriffsstatistiken sehe ich, dass viele via Google hier bei mir landen, aber leider ihren Senf zum Thema nicht hinterlassen), würde es mich freuen, wenn Sie mich über Neuigkeiten informieren würden.
Allgemein finde ich es ein bisserl schade, dass sich die AnwohnerInnen nicht via Internet Luft verschaffen - diese Art des Bürgerjournalismus (der Mannheimer Morgen berichtet nicht alles und druckt wohl nur genehme Leserbriefe ab) wird nämlich durchaus wahrgenommen.
Äpfel mit Fischen vergleichen ?
Jetzt kann man den Artikel zum Grillverbot auf den Rheinwiesen in voller Länge im Amtsblatt der Stadt Mannheim in voller Länge geniessen.
Dem Beispiel der Stadt Zürich folgen zu wollen und festinstallierte Elektrogrills aufzubauen und die Reinigung derselben wird dann von der Stadt übernommen, scheint mir doch schon an Schwachsinn zu grenzen
- in Zürich sind diese Elektrogrills am Zürichhorn direkt am See inmitten einer jahrzehntelang gewachsenen Struktur, bis hin zum Freibad, Kiosken, Restaurants, Bootsanleger vom See, Pommesbuden und vielem mehr
von einer 4spurigen Stadtautobahn vom Wohngebiet getrennt aufgestellt worden !
In Mannheim hingegen sprechen wir von einem klassischen Wohngebiet das durch seine exponierte Lage den Anwohnern und allen Gästen eine attraktive Gelegenheit bietet sonnenzubaden, zu picknicken, sich zu treffen und sich auszutauschen.
Nur - die Nummer mit dem grillen und all seinen spezifischen Nebenerscheinungen kennen wir mittlerweile!
Grillen bitte nur dort wo`s wirklich niemand stört, auch Menschen die sich auf den Wiesen nur erholen und nicht zugestunken werden wollen!
Stellt doch einfach Schilder auf mit der Aufschrift “Vorsicht ! Rasen mit Schweineblut gedüngt !”
Wenn ich das Problem richtig verstanden habe, wäre es damit beseitigt.
@Kurt Gruber
In Mannheim hingegen sprechen wir von einem klassischen Wohngebiet
Ich bin zwar kein (direkt) Betroffener, aber genau dies ist der Grund, weshalb mich diese Sache (auch) ärgert:
Die fehlende Rücksichtnahme von Menschen, welche unter Freiheit nur ihr Recht aufs Grillen verstehen, dabei die Rechte der Betroffenen ignorieren, weshalb ich oben im Text von der Hedonistischen Einheitsfront Mannheim sprach.
Hedonismus ist für ein Synonym für grenzenlosen Egoismus.
Danke mit dem Tipp zum Amtsblatt, da hatte ich gar nicht dran gedacht.
Der dortige Artikel ist dabei der selbe, den die Junge Union bereits auf ihrer Homepage (mit Foto der Unionsgriller) veröffentlicht hat.
Das Amtsblatt der Stadt Mannheim und dessen Archiv, kann man übrigens -> hier online aufrufen.
@Gilbert
“Vorsicht ! Rasen mit Schweineblut gedüngt !”
…das würde vielleicht, dann aber nur einen Teil der Hobbygriller abschrecken. Es sind auch viele Studis und MAnnheimer aus anderen Stadtteilen dort anzutreffen, obwohl es in MAnnheim mehrere ausgewiesene Grillplätze gibt.
Ein ehemaliger Bezirksrat erzählte mir, dass vor Jahren ab und zu die Reste von geschlachteten Hammeln am dortigen Rheinufer angeschwemmt worden seien. Das sei nie in die Presse gekommen und die Stadt hätte dies dann “diskret” geregelt.