Chrislamismus in Mannheim
In Mannheim wächst zusammen, was nicht zusammen gehört: Pfarrer Hans-Joachim Martin von der katholischen Liebfrauenkirche possiert für die Bild Zeitung am Tag des Heiligen Nikolaus mit Imam Mustafa Aydinli auf dem Minarett der gegenüberliegenden Yavuz Sultan Selim Moschee im Jungbusch Mannheim.

Yavuz Sultan Selim Moschee und Liebfrauenkirche Mannheim
Ticket to Ride Riad, one way…, please!
Spätestens seit der Diskussion über das Minarett-Verbot in der Schweiz geht ihr Bild durch ganz Deutschland; die Mannheimer Yavuz Sultan Selim Moschee der DITIB, die der Religionsbehörde in der Türkei untersteht und zwei Besonderheiten aufweisen kann. Die 1995 eröffnete Moschee ist Deutschlands erste repräsentative Großmoschee (2.500 Knieplätze für die Herren im Parterre und 500 exklusive Plätze für die Frauen auf dem Balkon) in zentraler Lage und ihr Minarett (nach Renovierung 2005 wegen “Baufälligkeit” derzeit 36m) steht vis-à-vis zum Turm der katholischen Liebfrauenkirche (Einweihung 1905, unveränderte Höhe des Kirchturms 76m und Innenraum inzwischen überwiegend leer).
Aber nicht nur wegen dieser räumlichen Nähe von Moschee und Kirche gelten beide als Symbol für den friedlichen Dialog der beiden abrahamitischen Religionen (die jüdische Synagoge liegt nur ca. 650m Luftlinie entfernt); vielfältige Aktivitäten, wie zum Beispiel die bereits 1994 von Christen gegründete “Christlich-Islamische Gesellschaft Mannheim e.V.” oder die erstmals 2007 veranstaltete “Meile der Religionen” machen das ungleiche Mannheimer Duo inzwischen zur chrislamistischen Pilgerstätte von Vertretern anderer Städte, in welchen eine Moschee gebaut werden soll.
“Mannheim kann Vorbild für die ganze Welt sein”, wie der katholische Pfarrer Hans-Joachim Martin in Zusammenhang mit seinem Tête-à-tête mit dem muslimischen Imam Mustafa Aydinli auf dem Mannheimer Minarett zitiert wird, “wenn einer sehen will, wie friedlich Christen und Muslime zusammenleben, soll er hierher kommen [-> BILD.de mit Foto].“
Lieber Pfarrer Martin, die Redaktion von Schoggo-TV würde sich freuen, wenn sie die frohe Botschaft des von Ihnen gezeigten Chrislamismus in alle Welt tragen, dabei im Mutterland des Islam in Saudi-Arabien anfangen würden. Für eine solche Welttournee würde ein One-Way-Ticket ausreichen, denn spätestens am Flughafen in Riad würde man Sie wegen der Bibel im Handgepäck mal ganz kräftig ins muslimische Gebet nehmen.
Als Reiselektüre für Ihren One-Way-Trip empfehlen wir Ihnen “Christentum in Saudi-Arabien” [-> Wikipedia] und “Das schwere Los der Christen im Islam” [-> Welt Online] und bitte sagen Sie uns nicht, dass der Islam nichts mit dem Isalm zu tun hat; wir werden Ihnen nicht als dumme Mannheimer Schafe auf die Schlachtbank folgen.
Mannheim, am Tag des Heiligen Nikolaus 2009, 16:01 Uhr.
Bildnachweis für Fotomontage
-> Wikipedia - “Liebfrauenkirche in Mannheim” by Immanuel Giel
-> Wikipedia - “Yavuz Sultan Selim Moschee, Mannheim” by Immanuel Giel






Warum geht er nicht nach Darfur, wo die Christen und Muslime einander in Herzlichkeit zugetan sind und ein Beispiel geben?
@Karl Eduard
Riad oder Dafur, vielleicht verlangen wir da doch zu viel, denn selbst -> Christus kam nur bis Eboli.
Mmmh, mir fiel gerade wieder der Film -> Genosse Don Camillo ein, in welchem Don Camillo bei seinem Trip in die UdSSR sein katholisches Brevier in einem Buch mit kommunistischen Schriften tarnte.
Ja, die Pfarrer von früher waren nicht nur schlaggräftig, sondern auch gewitzt, wenn es um die Verteidigung und Verbreitung ihres Glaubens ging.
Früher hatten sie auch noch einen. Einen Glauben. Der irgendwas mit Jesus und der Bibel zu tun hatte. Was sie heute haben, das weiß ich nicht.
Ach, Karl Eduard, die sind längst der Klimareligion beigetreten und verehren den CO2-Vorsitzenden.
und sonst? - Die Pfarrer fühlen sich wohl, so müssen sie sich für nix mehr anstrengen oder gar in die Bresche werfen: Alles Friedefreudeeierkuchen im Wolkenkuckucksheim.
Seine eigene Kirche hat er schon leergepredigt, vielleicht klappt ihm soetwas auch bei den Musels? - Man sollte auch die kleinste Hoffnung in Ehren halten, um nicht zu verzweifeln.
@Karl Eduard
Don Camillo ist ja nun dafür bekannt, dass er mit Jesus und dieser mit ihm spricht.
Manchmal spricht Jesus zeitweilig nicht mit Don Camillo und erklärt diesem später, dass er schon zu ihm gesprochen, dieser aber nicht gehört habe.
@anaximander
Das ist wie in der Politik, wir sprachen bereits andernorts darüber: Relativistische Beliebigkeit und keine Positionen vetreten
@geisteswelt
Leergepredigt? Vielleicht, man muß nämlich fairerweise anmerken, daß der Mannheimer Jungbusch das soziodemographische Pendant von Neukölln ist und die Bewohner, sofern es sich um Nichtmuslime handelt, den Kultreligionen “DDR 2.0″ und/oder “Klimakterium” angehören. Der dann noch verbliebende Rest glaubt hartnäckig an die SPD.
Über die DITIB-Moschee und/oder die kath. Liebfrauenkirche gibt es eine Menge von Zeitungsartikeln, so z.B. in DIE WELT vom Juni 2006: -> Minarette vor leeren Kirchen
(Prädikat: sehr lesenswert!)
Ich werde die gesammelten Artikel mal separat zusammenstellen.
Vielleicht passts doch. Maria wird doch auch immer im Tschador präsentiert, wenn auch vielleicht nicht in der richtigen Farbe. Und dass kein Schwein mehr in die Kirche geht, ist doch ebenfalls halal.