Grillen in Mannheim: Die Grüne CO2 Lüge

“Mannheimer Grüne fördern die Klimakatastrophe und den Massenmord an Tieren”, so das Ergebnis der Analyse der Position der Grünen in Sachen Grillen in Mannheim.

Grüne Kröten

Gewidmet den Opfer_innen der Grünen: Denkmal der unbekannten armen Sau

Unzumutbare Ampelkoalition

Seit der letzten Gemeinderatssitzung am 27. Juli 2010 gilt’s: fortan darf überall in Mannheim gegrillt werden, nachdem mit den Stimmen der Stadträt_innen von SPD, FDP und GRÜNE die neue Polizeiverordnung verabschiedet wurde [Mannheimer Morgen: -> Artikel 1, -> Artikel 2], die das Grillen in der Stadt grundsätzlich erlaubt und nur wenige Ausnahmen vorsieht [Stadt Mannheim: -> Artikel].
Während die Mannheimer CDU “das weitgehend ungehinderte Grillen im Stadtgebiet und die damit verbundenen Belastungen durch Lärm und übermäßigen Alkoholkonsum für die Anwohner”  als “nicht zumutbar” bewertete [CDU-Fraktionschef Carten Südmersen im -> Mannheimer Morgen] und deshalb zu Recht gegen den Grillpassus in der Polizeiverordnung stimmen ließ, folgte die SPD vermutlich instinktiv ihrem ‘Sozen Grill Gen’ [“Die SPD ist und bleibt die Partei der Griller!”, SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach in -> Spiegel Online] und die FDP wohl dem kategorisch trotzigen ‘Freiheit für alle, Verantwortung für niemand’ ["Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt", FDP-Fraktionsvorsitzender Volker Beisel im -> Mannheimer Morgen] der liberalen Spaßpartei. Warum allerdings DIE GRÜNEN für das ungehemmte Grillen votierten ist, gemessen an deren eigenen politischen Positionen, völlig unklar.

Die grüne Bigotterieallahrie

Wie viele Holzkohlengrills werden wohl fortan zwischen Freitagnachmittag und Sonntagabend in Mannheim angezündet werden - 800, 1.000 oder gar 1.200 an den jeweils genannten Tagen? Durchschnittlich 3.000 Grillfeuer an den Wochenenden zwischen Mitte April und Mitte September - Pi mal Daumen 22 Wochenende plus 4 bis 5 Feiertage  wären 70 Tage, von denen wir 10 Regentage abziehen möchten. 60 Tage mit je 1.000 Grillfeuern, dabei vereinzelte Grillfeuer von Montag bis Donnerstag (Feiertage ausgenommen) nicht mitgezählt, wären mindetens(!) 60.000 Grillfeuer auf öffentlichen Grillplätzen in Mannheim.
Ein Grillvorgang mit Holzkohle, dabei unabhängig von der gegrillten Menge auf dem Rost, setzt 6,7 Kilogramm Kohlendioxid frei, wofür man auch 35 Kilometer mit dem Auto fahren könnte [-> nachhaltigkeit.org]. 60.000 mal 6,7 Kilogramm Kohlendioxid sind 402 Tonnen CO2 als Zwischenstand, denn es ist zu berücksichtigen, dass ca. 50% aller Holzkohlengrillfeuer in Mannheim zu Lasten von auswärtigen Besuchern gehen, die zum Grillen nach Mannheim fahren. “Fahren?”, wir dürfen wohl getrost die 30.000 auswärtigen Holzkohlengrillfeuer in Mannheim mit 35 Kilometer An- und Abfahrt mit dem Auto bzw. dessen Wert in CO2 (s.o.) verrechnen: 30.000 mal 6,7 Kilogramm Kohlendioxid wären weitere 201 Tonnen CO2 für den Grillspaß in Mannheim.

Zum so errechneten jährlichen Ausstoß von 603 Tonnen Kohlendioxid für das Grillen in Mannheim wäre nun noch die Menge an CO2 hinzuzurechnen, die bei der Produktion der Holzkohle [-> Wikipedia] für die 60.000 Grillfeuer in Mannheim anfallen - leider ließen sich hierzu keine CO2-Angaben finden.
Ebenso müsste man zusätzlich die Menge an Kohlendioxid berücksichtigen, welche bei der Aufzucht von den Tieren anfällt, die als Würstchen oder Steak auf einem der jährlich 60.000 Holzkohlegrillfeuer in Mannheim landen.

The Smiths: “Death with no reason is murder”

Apropo Tiere, die als Würstchen oder Steak auf einem Mannheimer Grill landen - aktuell berichtet die FDP Mannheim [-> hier], dass “die Grünen den Mannheimer Bürgern (…) verbieten [wollen], dass in städtischen Einrichtungen jeweils am Donnerstag Fleisch gegessen werden kann.”
Nachdem bereits gezeigt wurde, wie die Klimaschutzpartei DIE GRÜNEN mit ihrem “Ja!” zum Grillen in Mannheim kräftig zur negativen CO2-Bilanz beträgt, nun das zusätzliche Paradoxon, dass sich DIE GRÜNEN zwar gegen ein Verbot des Grillens in Mannheim ausgesprochen haben und damit zur Ermordung von Tieren beitragen, aber andererseits den Mannheimer Bürgern mit Verboten in Sachen Vegetarismus kommen möchten - Schoggo-TV gedenkt in Form “Der unbekannten armen Sau” allen Opfern der grünen Biallahrie.

Warnung: Das folgende Video enthält schockierende Szenen!

Hinweis: Der Autor lebt seit 1983  - von einigen temporären Döner-Ausrutschern abgesehen - vegetarisch.

Mannheim, den 01.08.2010, 18:35 Uhr.

Bildnachweis

Vorlage für Montage: -> Wikipedia - “Mundare Sausage Ring” by Chris Stubbs

1. August 2010 | Von Wilhelm Entenmann | Kategorie Mannheim & Rhein-Neckar
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12 Kommentare
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  1. Und dann bejammert man auf der Webseite gegen den Flughafen das “Flugzeug” als größten Klimakiller. Und man applaudiert für die Straßenbahn-Nord-Pläne, da eine Straßenbahn die Leute ja dann vom Auto wegbringen würde. Und weil dann wohl niemand mehr mit dem Auto fährt, locken wir dann gleich mal die “Grill-Assis” von außerhalb zuhauf an. Nicht dass das Klima in Mannheim sich verbessert, neinnein, sonst fällt ja ein wichtiges Totschlagargument weg - des geht ja gar nicht.
    Aber Hauptsache mal die Spasswähler eingesammelt. Es lebe Schilda, äh, Mannheim!

  2. Hmm… kann man jetzt am Freya Platz grillen? Vielleicht sollte man wirklich mal einen regelmässigen Grill-Flashmob veranstalten, um den Herrschaften den Irrsinn dieser Regelung zu verdeutlichen.

  3. @Christina
    Aber Hauptsache mal die Spasswähler eingesammelt

    Ja, das denke ich auch, denn der CO2-Ausstoß und der ‘Verbrauch’ an Tieren durch das Grillen stehen im grassen Widerspruch zu den eigentlichen Positionen der GRÜNEN (z.B. der Kohle-Block 9 des Mannheimer Großkraftwerks oder ein möglicher Flughafen Mannheim Nord) - eigentlich soll der obige Beitrag nichts anderes als diese pragmatische grüne Bigotterie zum Ausdruck bringen.

    @Lars
    Regelmäßiger Grill-Flashmob, u.a. am Freyaplatz?

    Machs!

  4. Das nannte sich wohl Eintopfsonntag, damals. Der nun am Donnerstag stattfinden soll. Kann man die Kollegen auch besser kontrollieren.

  5. Darf man , autsch gender, das Wort “Pi” überhaupt noch schreiben ? Da jetzt doch die 3,1415 so in Verruf kam ?
    Da sollte mal ein Sprachkontrollministerium eingerichtet werden. Mit Website, in der sich die Bloger_Innen und Bloggerinnen des morgens über korrekte oder verbotene Schreibweisen kundig machen könnnen.

  6. Uops. Peinlich. Kaufe ein G. Wer lesen ( und schreiben ) könnte, wäre klar im Vorteil :-D

  7. Tja, ein weiterer Geniestreich unserer Schildbürger im Rathaus. Sowas verbuche ich irgendwo in der gleichen Kategorie wie “neuer Kohleblock am Rhein” und im Gegenzug dazu eine Umweltzone für Autofahrer in der Innenstadt zu errichten, das ganze garniert in einem hochindustrialisierten urbanen Raum.
    Naja, vielleicht wäre das aber auch eine weitere Geldgrube für die Stadt: Nur Grills, welche eine grüne Plakette haben, dürfen an den Rhein/Neckar zum grillen (keine Ahnung, welche Kriterien man für ein Grill-Plaketten-System ansetzen sollte, aber die Hauptsache ist doch: es bringt was ins Stadtsäckel).

  8. @Karl Eduard

    Ein Grüner Eintopfdonerstag?
    Das wird wohl eher ein fleischloser Gründonnerstag analog zum Karfreitag - was mich schon wieder auf eine Idee bringt.

    @ostseestadion

    Das hab’ ich jetzt nicht verstanden… . :roll:

    @Lindi

    Don’t touch Block Nine - ich sehe dazu im Moment keine Alternative.

    Ein “Grill-Plaketten-System”, mmmh, gute Idee, ich werds aufgreifen und mit dem Gründonnerstag von Karl Eduard zu einer neuer Vision verwursteln. ;-)

  9. Es geht nicht um das fundamentale Prinzip, ob Block 9 legitim ist oder nicht… Die Bemerkung war in Bezug darauf, dass Kohlekraftwerk, BASF, MVV-Umwelt, SCA, Guilini, und wie sie alle heißen in MA/LU soviel Dreck in die Luft blasen - aber Mannheim hat eine Umweltzone!!!
    Ich glaube nicht, dass der Feinstaub Halt macht vor dem Umweltzonenschild der Innenstadt, da wäre eigentlich sogar das Grillen noch das geringere Übel an der ganzen Sache :-D

    Wir könnten es ja auf unseren wundervollen, neuen Plakatständergabeln mal bewerben, um zu sehen, wie so die bürgerlichen Reaktionen auf diese Idee ausfallen würden.

  10. Holzkohle zu verkaufen,

    liebe Mannheimer,
    biette Holzkohle erste Qualität, nur 1€ Kg freiHaus.

    EDIT: Emailadresse aus Gründen des Datenschutzes und der Werbefreiheit von Schoggo-TV entfernt!
    gez. W.E.

  11. [...] Der Grüne Stadtrat Gerhard Fontagnier beantwortete bereits im Juli 2010 die Frage „Baum oder Bahn“ [9] konsequent mit „Bahn“. Denn der möchte schon bald zum Grillen in den Käfertaler Wald [10] – mit der Linie 4! (siehe auch: Schoggo-TV – Grillen im Mannheim [11]) [...]

  12. Ja, alles nur Abzocke, Zerstörung des Mittelstandes, diese ganzen Umwelt- / Ökoabgaben.
    Aber solange sich keiner wehrt. WARUM lassen “Unsere” Ökobolschewisten die Umweltplaketten 2 und 3 noch laufen / zu ? Kostet die doppelte Maut wie die 5 und nochmehr. Bei konsequenter Umsetzung wäre Dieser Staat aber schon längst Pleite. Sind jährlich einige Milliarden.

    WARUM gibt es Keine Verschrottungsprämie für Lkw bei / auf Euro 5 - Umstellung (5000,- oder so) ?

    Würde die Wirtschaft ankurbeln, die Umwelt schonen Und es würde MEHR Geld in die mittelständischen Unternehmen fließen.

    Schizophrener / verlogener geht`s NICHT !!

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