Grüne Eisneger in Mannheim

Ein Stadtrat DER GRÜNEN Mannheim, Gerhard Fontagnier, kritisiert eine Eis-Werbung auf der Mannheimer Messe als Rassismus gegen Schwarze und möchte deren zukünftiges Verbot durch den Veranstalter des Jahrmarktes erreichen. Schoggo-TV besuchte die Mannheimer Messe und hat, neben vielen Fotos, interessante Eindrücke für seine Zuschauerschaft an den Monitoren mitgebracht, auch, dass es in Mannheim jetzt eine uns bislang unbekannt gebliebene Gemeinderatsfraktion gibt, die sich gegen rassistische “Eis-Neger” einsetzt.

“Honi soit qui mal y pense.”

Mannheimer Messe Herbst 2009

Mannheimer Messe Herbst 2009

Gerhard Fontagnier auf der Mannheimer Messe

Gerhard Fontagnier, regelmäßige Zuschauerinnen und Zuschauer von Schoggo-TV wissen sich an seinen Namen zu erinnern [-> Gerhard Fontagnier], ist frisch gebackener Mannheimer Stadtrat in der GRÜNEN-Fraktion [-> Bündnis 90/ Die GRÜNEN] und erfolgreicher Betreiber von zwei Cafés im Herzen von Mannheim [-> cafga]. Aber auch so einem viel beschäftigten Rat & Wirt, welcher sich auch als Webadministrator Mannheimer Initiativen betätigt [so z.B. -> Mannheim gegen Rechts oder -> Nein zu Block 9 oder -> Rettet die Teufelsbrücke], scheint ab und an der Sinn nach einfacher Volksbelustigung und einem lecker Eis zu stehen.
So muss es sich denn zugetragen haben, dass sich der Stadtrat Fontagnier jüngst auf die Mannheimer Messe, die derzeit vom 26. September bis 11. Oktober 2009 auf dem Neuen Messplatz in der Neckarstadt-West stattfindet [ -> Mannheimer Mess], begeben hat und dort einen, seiner Meinung nach offenen Fall von Rassismus gegen schwarze Mitbürgerinnen und Mitbürger vorfand.

Zubereitung eines Eismohrs

Lecker Eis auf der Mannheimer Messe Herbst 2009

“Mannheimer Oktobermess ohne „Eis-Neger“”

In einer Pressemitteilung vom 29.09.2009 weißt Gerhard Fontagnier, “Sprecher der GRÜNEN Gemeinderatsfraktion gegen Rassismus” [sic!] darauf hin, dass “dort “Eis- Neger” verkauft werden und ein Werbeschild eine rassistische Karikatur, mit einem schwarzen Männchen und Bananen-Röckchen zeigt”, was man seiner Meinung nicht dulden kann, weshalb er im Namen der GRÜNEN den Mannheimer Großmarkt als Organisator der Mannheimer Messe dazu auffordert, “dafür Sorge zu tragen, dass derartige Dinge entfernt und zukünftig gar nicht erst freigegeben werden.”
Der Sprecher der neuen, uns bislang nicht bekannt gewesenen Mannheimer “Gemeinderatsfraktion gegen Rassismus” stellt klar: “Gerade dieser Rassismus im Alltag ist es, der diskriminierend und beleidigend wirkt. Derartige Begriffe und Darstellungen haben heutzutage weder im Sprachgebrauch noch in Darstellungen etwas verloren. Sie stammen aus einer Zeit, als der Weiße Mensch sich als Herrenmensch aufspielte.” [-> Bündnis 90/ Die GRÜNEN, im Falle einer Änderung der Pressemitteilung ein -> Screenshot].

Mannheimer Messe Herbst 2009

Ein Kammermohr

Auf der Suche nach dem “Eis-Neger”

Ein Fall von offenem Rassismus in Mannheim, der diesmal in Gestalt eines “Eis-Negers” mit “Bananenröckchen” diskriminiert und beleidigt, nachdem sich doch gerade erst im September eine schwarze Studentin über den Mannheimer GRÜNEN Thomas Hornung beschwert hat, welcher sich ihr gegenüber rassistisch herablassend verhalten und dabei auch das Wort “Negerplakat” verwendet haben soll [-> unser Bericht] - klarer Fall, Schoggo-TV musste sich zur Suche nach dem “Eis-Neger” auf die Mannheimer Messe begeben.
Unser erster Weg führte vorbei an einem sogenannten “Kammermohr” [-> Wikipedia], welcher weit sichtbar für diverse Spezilitäten links und rechts an einer großen Schokoladenbude wirbt, wo es aber leider kein Eis zu kaufen gibt. An einem anderen Stand, der ausschließlich süße Eiweißschaumprodukte [-> Wikipedia] verkauft, fand Schoggo-TV einen weiteren “Kammermohr”, der dort die angebotenen Waren präsentiert. Wir unterhielten uns mit dem Besitzer, informierten diesen über den Hintergrund unserer Suche und fragten, wo der Stand mit dem “Eis-Neger” sei. Leider konnte er uns nichts über den Stand mit dem vom GRÜNEN Stadtrat Gerhard Fontagnier bemängelten “Eis-Neger” sagen und unseren Zuschauerinnen und Zuschauern möchten wir an dieser Stelle die Worte eines Unternehmers über DIE GRÜNEN ersparen. Bemerkenswert, der
Eiweißschaumprodukthändler bat uns darum, dass wir seinen “Kammermohren” nicht fotografieren mögen, da er nach dessen Veröffentlichung jetzt(!) Übergriffe aufgehetzter Jugendlicher fürchten müsse.

Der Eismohr

Der Eismohr

Der GRÜNE “Eis-Neger” ist ein “Eismohr”

Drei “Kammermohren”, welche der GRÜNE Stadtrat Gerhard Fontagnier von der Mannheimer “Gemeinderatsfraktion gegen Rassismus” wohl nicht bemerkt hat und ein Unternehmer der sich vor Jugendlichen fürchtet, welche man mit dem Gerede über Rassismus aufgehetzt haben könnte - mit diesem Ergebnis wollten wir uns nicht zufrieden geben.
Fast ganz am Ende unseres Rundkurses über die Mannheimer Messe fanden wir einen kleinen Eisstand, an welchem ein “Eismohr”, jedoch nicht der Fontagniersche GRÜNE “Eis-Neger” Werbung für ein gleichnamiges Eis macht. Den “Eismohr” würde sie schon seit über zehn Jahren verkaufen und dabei mit der Werbung der Eisfirma bewerben, erzählte uns die Besitzerin der kleinen Eisbude, aber noch nie hätte sich darüber jemand beschwert, auch keine ihrer zahlreichen afroamerikanischen oder deutschafrikanischen Kunden, denen sie auf den diversen Messen in der hiesigen Region begegne. Dass der GRÜNE Stadtrat Gerhard Fontagnier von der “Gemeinderatsfraktion gegen Rassismus” bei ihr am Eisstand gewesen sein könnte, nein, an so einen konnte sich die gebürtige Mannheimern mit echt Mannheimer Gosch uns gegenüber nicht erinnern.

M

Mannheimer Messe Herbst 2009

“Böse ist, wer böses denkt.”

Gerhard Fontagnier, Mannheimer Stadtrat und Sprecher der “Gemeinderatsfraktion gegen Rassismus”, deren GRÜNER Parteifreund Thomas Hornung wegen angeblich rassistischer Verhaltensweise (herablassend)  und Äußerung (”Negerplakat”) gegenüber einer schwarzen Studentin in die Kritik von deutschafrikanischen Gruppierungen geraten ist, bezeichnet und kritisiert eine Eiswerbung mit “Eis-Neger”, obwohl diese “Eismohr” heißt, und  scheint dabei zugleich die drei “Kammermohren” auf der Mannheimer Messe übersehen zu haben. Wonach sieht das aus?
In der eingangs zitierten Pressemeldung schreibt Gerhard Fontagnier [s.o. -> hier]: “Derartige Begriffe [i.e. "Neger"] und Darstellungen haben heutzutage weder im Sprachgebrauch noch in Darstellungen etwas verloren. Sie stammen aus einer Zeit, als der Weiße Mensch sich als Herrenmensch aufspielte.”
Es ist Herr Stadtrat Fontagnier, welcher im Zusammenhang mit dem “Eismohr” von einem “Neger” spricht und sich dabei unserer Meinung nach wie ein “kolonialer Herrenmensch” aufspielt, indem er als Weißer vorgibt, was Schwarze als diskriminierend und rassistisch empfinden könnten. Schwarze Menschen sind mündige Mitbürgerinnen und Mitbürger, welche nicht länger des vorgeblich fürsorglichen Vormunds von weißen Menschen einer “Gemeinderatsfraktion gegen Rassismus” bedürfen.

Bei Gelegenheit werden wir den Wirt Gerhard in einer seiner beiden erfolgreichen Cafés in Mannheim aufsuchen, um die Sache vielleicht bei einer “xocolati” (bio-trinkschokolade) zu erörtern, denn von Kaffee und Schokolade scheint der Stadtrat Fontagnier ja Ahnung zu haben.

Abspann: Stan hat’s kapiert

In dem folgenden “South Park” Videoclip stellt Stan Marsh ab Laufzeit 00:30 Min. gegenüber seinem Kumpel Token etwas ganz wichtiges über das “N”-Wort [i.e. "Nigger"] fest.
Die komplette Episode (21:32 Min.) gibt es hier: -> Bitte ein “N”

Mannheim, den 01.10.2009, 22:48 Uhr.

1. Oktober 2009 | Von Kampfkuschler Walther | Kategorie Mannheim & Rhein-Neckar
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21 Kommentare
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  1. das bild ist aber auch nicht korrekt durchgegendert.
    es muß EismohrIn heissen.
    schoggo . ein großes lob für das ausrufezeichen hinter “jetzt” - :-)

    ps: die worte des unternehmers über die grünenInnen hätten mich aber ein stück weit schon noch interessiert :-D

  2. ostseestadion
    das bild ist aber auch nicht korrekt durchgegendert. es muß EismohrIn heissen.

    Siehst Du auf dem obigen Foto “Der Eismohr” etwa Brüste?!

    die worte des unternehmers über…
    Journalistischer Informantenschutz!

    …morgen wieder mehr, Feierabend für heute, Kampfkuschler Walther muss jetzt ins Bett.

  3. schoggo
    nein .aber ein hübsches zöpfchen , ohrringe und ein röckchen. zwar kein bananenröckchen….

    nachti an walther…. :-)

  4. ostseestadion
    nein .aber ein hübsches zöpfchen , ohrringe und ein röckchen…

    Ach so, Du meinst vielleicht das Video auf -> YouTube.

    So, Sendepause!

  5. Immer muss einer der Neger sein ;-)

  6. Bei uns bieten die Bäcker immer noch kannibalischerweise Mohrenköpfe an. Pfui Deibel. :D

  7. Herr Fontagnier, bitte übernehmen:

    Politisch unkorrekter Laden in Mannheim

  8. Hier zur Abwechslung man ein britischer Hass-Song auf Neger: “I don’t love you, any Mohr! “.

  9. @anaximander
    Sei froh, dass Du hier auf einer .de-Domain bist. ;-)

    @Karl Eduard, Eichbaum, Gilbert
    wg. Euren “Mohren”

    …mensch Kinners, Gerhard Fontagnier, Sprecher der GRÜNEN Gemeinderatsfraktion gegen Rassismus, hat nix gegen die “Mohren” auf der Mannheimer Messe gesagt, er empörte sich nur über den einen “Eis-Neger”, den es dort ja nicht, also scheinbar nur im Kopf vom Stadtrat gibt (was uns so viel über sein Denken sagt.)

    @Eichbaum
    “Klasse!”, das Café “Mohrenköpfle” ist mir zwar bekannt, aber ich hätte da nicht mehr daran gedacht.
    Mmmh, ich kenne da jemanden, der würde wohl aus “Mohrenköpfle” ein “Neger-Köpfle” machen… . ;-)

  10. [...] Dieser Eintrag wurde von Vilstal auf Twitter von erwähnt. Vilstal sagte: Grüne Seltsamkeiten, diesmal aus Mannheim, wer ist hier der Rassist? [...]

  11. @Wilhelm

    “Siehst Du auf dem obigen Foto “Der Eismohr” etwa Brüste?!”

    Das ist ja wohl eine sexistische Entgleisung übelster Sorte. Ist für Dich eine Frau nur dann eine, wenn sie Brüste hat? Pfui!

    Nebenbei: Gibt es eigentlich noch irgendwo diese “Nickneger”?

  12. @Faber
    Nickneger

    Respekt! Diese “Reliquien” meiner Kindheit hatte ich inzwischen doch glatt vergessen.
    Du bist Ministrant gewesen, wenn Du Dich an ->diese Spendenboxen hier zu erinnern vermagst?

    Ist für Dich eine Frau nur dann eine, wenn sie Brüste hat? Pfui!

    Da muss ich mich jetzt wohl bei -> bei dieser Frau hier entschuldigen? (YouTube ist auch nicht mehr das was es einst mal gewesen ist.):
    Mea culpa!

  13. Gibt es da nicht noch einen bekannten Journalisten mit einem volksverhetzenden Namen, den Herrn Niggermeier ?

  14. @Wilhelm

    Nee, mit Ministrantentum hatte ich nix am Hut. Aber unser Klassenclown war einer, und der wurde nicht müde, den “Nickneger” immer wieder pantomimisch darzustellen. Das hat zwar naturgemäß nicht sonderlich viel hergegeben, war aber für uns durch einschlägigen Geschichtsunterricht geknechtete Schüler politisch höchst unkorrekt und allein daher unheimlich lustig.

    Mich würde nur interessieren, ob es diese Dinger heute noch irgendwo gibt oder ob sie flächendeckend dem Engagement der “Guten” zum Opfer gefallen sind.

  15. @Faber

    Interessante Frage für einen Artikel, wem/was die Nickneger (geht das ohne Anführungszeichen?) zum Opfer gefallen sind.
    Ich werde mal bei katholischen Pfarreien nachfragen und dabei die DigiCam mitnehmen.

  16. Das würde ich außerordentlich begrüßen. Schließlich geht es dabei um historisches Kulturgut.

    Wenn Du schon mal dabei bist, wäre noch ein weiteres Thema interessant. Stichwort: “Judensau”.

  17. @Faber
    Stichwort: “Judensau”.

    …lasse mich raten (ohne Google!), was damit im Zusammenhang mit den üblichen Klischees gemeint sein könnte:
    Ein Sparschwein?

  18. “Ein Sparschwein?”

    Oha. Nein, falsch. Ich dachte eigentlich, der Begriff wäre bekannt.

    Ich bin darauf aufmerksam geworden, als es in meiner Heimatstadt eine erbitterte Diskussion darüber gab, wie mit der “Judensau” an unserer Kirche (13. Jahrhundert, glaube ich) umzugehen sei. Besonders geärgert hat mich dabei die völlige Abwesenheit von historischem Bewußtsein auf Seiten der üblichen Verdächtigen, die in ihrer Beschränktheit wieder nichts anderes fertig brachten, als die Kirche in einem Atemzug mit dem Nationalsozialismus zu nennen, und daß das “Ding” natürlich weg müsse, besser heute als morgen. Diese Leute haben sich tatsächlich durchgesetzt, die Skulptur wurde entfernt, stattdessen erinnert heute eine “Gedenktafel” an gleicher Stelle an die verfolgten Juden des Regimes. Welch eine Heldentat. Und kein einmaliger Vorgang in Deutschland.

    Einfach mal googeln. ;-)

  19. @Faber
    “Ein Sparschwein?”
    …na ja, im Zusammenhang mit der Sammelbüchse “Nickneger” lag dies nahe.

    Ich habe mal nach -> “Judensau” gegoogelt - das habe ich bislang nicht gewusst.
    Die dortige Grafik bzw. Tabelle zur Verbreitung zeigt aber an, dass es in Mannheim, wie überhaupt entlang des Rheins, keine bzw. nur sehr wenige dieser Skulpturen gibt.

    historischem Bewußtsein
    Aber so sehr ich dies (im Sinne einer Neuerschaffung) in der heutigen Zeit ablehne, so sehr wende ich mich auch gegen die Zerstörung von historischen “Dokumenten”, nur weil diese aus heutiger Sicht, speziell nach dem Holocaust, nicht mehr sein dürfen.
    Es käme ja wohl auch keiner auf die Idee alte Spottkarikaturen auf Christen auf römischen Gebäuden zu vernichten… .

  20. [...] Auch das 1972(!) eröffnete Petersen-Gymnasium in Mannheim-Schönau soll nach Bestreben des Schulleiters Dr. Ingo Leichert umbenannt werden, was von der Mannheimer “Gemeinderatsfraktion von Bündnis90/DIE GRÜNEN zu Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus” [sic!], welche bislang nur als “GRÜNEN Gemeinderatsfraktion gegen Rassismus” [sic!] firmierte [...]

  21. [...] Durchsetzung der political correctness nimmt immer Besorgnis erregendere Formen an. Alte Produktnamen müssen weichen, verdienten Leuten werden die Verdienste aberkannt, weil sie in der falschen Zeit gelebt haben, [...]

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