Grüne und Linke: Schluss mit Multikulti!

GRÜNE und LINKE für Abschaffung der bemannten Raumfahrt. Bundestagsabgeordneter Peter Hettlich von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Ex-SED Petra Sitte, nun stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion der DIE LINKE, fordern Einstellung der bemannten Raumfahrt, da die Kosten in keinem Verhältnis zum wissenschaftlichen Gewinn stünden. Die internationale Raumstadion ISS bringe nur geringen technologischen Fortschritt und die Bundesregierung wolle zur interplanetaren Weltraummacht aufsteigen [1].

Mannschaft der USS Enterprise vor dem NASA Space Shuttle

The first contact

Wir schreiben das Jahr 2161, Armut, Hunger und Kriege sind abgeschafft, die Wirtschaft funktioniert nach neuen Regeln und steht in Einklang mit der Ökologie. Alle Menschen sind gleich, streben nicht länger nach Geld sondern nach Verbesserung ihrer Möglichkeiten und die Völker der Erde sind unter einer Regierung vereint. Die Erde ist Mitglied der Vereinigten Föderation der Planeten, dem Zusammenschluss der physiologisch multiplen Menschen mit den spitzohrigen Vulkaniern, “fühlerigen” Andorianern und pelzigen Tellariten, welcher sich später die empathischen Betazoiden, symbiotischen Trill,  blauhäutigen Bolianer und weitere humanoide Spezies anschliessen werden, denn Rassismus hat im Weltall keine Chance.
Die multikulturelle Vereinigte Föderation der Planeten [2], deren Verfassung [3] den Vertrag von Lissabon [4] - ein archaisches Vertragswerk eines längst überkommenen kontinentalen Überwachungsstaates der Erde - in seiner Guthumanoidität bei weitem übertrifft, wurde erst durch die Erfindung des Warp-Antriebs durch Dr. Zefram Cochrane möglich, welcher im Jahr 2063 mit seinem Raumschiff Phoenix den ersten Kontakt mit den außerirdischen Vulkaniern hergestellt hatte und so der Menscheit den Star Trek mit der Enterprise ermöglichte: “To boldly go where no one has gone before.” [5]

Space, the final frontier

Symbol für den Wert kultureller Vielfalt

Warum GRÜNE und LINKE nun den Aufbruch der Menschheit ins All torpedieren und damit die Überwindung der letzten Grenze zu einem multikulturellen Weltall verhindern, dies ist nun wirklich nicht nachvollziehbar.
Über Jahrzehnte hat die international bemannte Weltraumfahrt, vor allem aber der Star Trek des Visionärs und Humanisten Gene Roddenberry, den Menschen Hoffnung auf Einheit und Frieden gemacht und nun wollen jene den Sprung der Menschheit ins All verhindern, welche sonst den Wert der kulturellen Vielfalt als für gar nicht hoch genug einschätzbar halten.
Unbestätigten Gerüchten zufolge könnten der grüne Peter Hettlich und die linke Petra Sitte letzte Woche über die Grenzen des Rotweingürtels in die Tiefen des multikulturellen Lebens in Deutschland vorgestossen sein und dort unfreiwillig den ersten Kontakt mit “Klingonen” [unser Kontaktbericht -> hier]  hergestellt haben. Na ja, Wissenschaftskritik basiert nun mal auch auf zuweilen schmerzlicher Erfahrung.

Star Trek Enterprise - Gewidmet allen Visionären zum heutigen 40. Jahrestag der Mondlandung

Mannheim, den 20.07.2009, 10:41 Uhr.

Links auf Quellen

[1] taz.de - Streit der Woche: “Entmannt die Raumfahrt”

[1] FOCUS ONLINE - Raumfahrt: Linke und Grüne kritisieren ISS Mission

[1] Spiegel Online - Hohe Kosten: Linke und Grüne fordern Stopp der bemannten Raumfahrt

[2] Memory Alpha - Vereinigte Föderation der Planeten

[3] StarTrekArchive - Direktiven und Verträge

[4] Europa - Vertrag von Lissabon

[5] Wikipedia - Star Trek

Bildnachweis

[A] Wikipedia - “Space Shuttle Enterprise with Star Trek television cast and crew members” by NASA

[B] Wikipedia - “IDIC Symbol in Star Trek - Symbol für den Wert kultureller Vielfalt” by Shisma

20. Juli 2009 | Von Wilhelm Entenmann | Kategorie Wissenschaft & Bildung
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10 Kommentare
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  1. Ist “bemannte Raumfahrt” eigentlich politisch korrekt ? Müsste es nicht “bemannfraute ~”, “befraumannte RaumfahrtIn” heißen ?

  2. Als Macher von Schoggo-TV habe ich heute um 10:52 bzw. 10:54 Uhr die genannten Bundestagsabgeordneten Herrn Peter Hettlich (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) und Frau Petra Sitte (DIE LINKE) angemailt:

    Sehr geehrte/r Herr Hettlich/Frau Sitte,
    vielleicht überdenken Sie nochmals Ihren aktuellen Vorschlag(?):
    http://www.schoggo-tv.de/gruene-und-linke-fuer-abschaffung-der-raumfahrt/2009/07/20/
    Mit freundlichen Grüßen
    Wilhelm Entenmann
    Mannheim

    Hier zunächst die Antwort von Herrn Peter Hettlich (-> Homepage), welche mich bereits um 11:17 Uhr erreicht hat und für welche ich mich an dieser Stelle bedanken möchte.
    Inhaltlich gewiss kein Freund der Grünen, bin ich doch über den offenen Dialog mit dem politischen Gegner bzw. Wähler sehr erfreut. Davon mögen sich andere Abgeordnete einmal eine Scheibe abschneiden.
    (Anmerkung: Die Antwort von Frau Petra Sitte findet sich -> hier.)

    Lieber Herr Entenmann,

    ich bin übrigens ein großer Fan von Startrek oder wie es bei uns im Fernsehen hieß: Raumschiff Enterprise.
    Und ich schaue mir übrigens - zum Leidwesen meiner Frau - gerne science fiction Filme im Kino an.

    Aber ich sehe auch die Realitäten: Im Augenblick bewegen wir uns keinen Zentimeter auf eine nur annäherend wirtschaftliche und nachhaltige bemannte Raumfahrt zu.
    Und als aktiver Amateurastronom bedauere ich sehr, wenn für diesen teuren Spaß erdgebundene astronomische Forschung und/oder Weltraum-Wissenschaftsmissionen gefährdet werden.

    Vielleicht bringt der technologische Fortschritt - dann aber über die unbemannte Raumfahrt - tatsächlich ja den Durchbruch um z.B. die Schwerkraft leichter zu überwinden und ohne dafür tausende Tonnen von Treibstoff zu verbrennen. Vielleicht kostet ja dann auch ein Start eine Shuttle nicht mehr 1 Mrd. $ sondern ein Hunderstel oder Tausendstel. Visionen gibt es ja genügend, nur die Amerikaner und die Russen setzen - siehe das Nachfolgeprojekt für den Shuttle - weiter auf die gute alte bewährte Technologie, getreu dem Motto: Viel Treibstoff und Masse hilft wenig Nutzlast ins Weltall zu bringen! Wenn das alles war, was wir in 50 Jahren bemannte Raumfahrt erreicht haben, ist das herzlich wenig.

    Ja, wenn es wie in den science-fiction-Filmen zugehen würde, dann könnte ich mir auch eine bemannte Raumfahrt vorstellen.
    Wobei die Anzahl unserer Ziele wohl auf das Sonnensystem beschränkt bleiben müßte, solang wir nicht auch noch Einstein überlisten. D.h. Multikulti im Weltall wird wohl ein schöner Traum bleiben, es sei denn wir begnügen uns mit Marsbakterien oder Titan-Methanorganismen…. Vom “Warp”-Antrieb zum Besuch ferner Sonnensysteme und Galaxien sind wir jedenfalls noch Millionen wenn nicht sogar Milliarden Lichtjahre entfernt. Leider!

    Mit herzlichen Grüßen

    Peter Hettlich

    Peter Hettlich
    Mitglied des Bundestages
    Stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
    Sprecher für Baupolitik
    Sprecher der Arbeitsgruppe Ost der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

  3. @Gilbert
    Müsste es nicht “bemannfraute ~”, “befraumannte RaumfahrtIn” heißen ?

    Du hast vielleicht Probleme.
    Die Spezies 8472 hat fünf Geschlechter (-> hier), frag’ doch mal die.

  4. Vor allem überrascht es mich, dass der grosse Visionär, der Raketenpionier aus Kaluga, so von den LINKEN ignoriert wird, wo doch die DDR sogar den Siegmund Jähn erfunden hat und die Multispektralkamera! Sagte doch dieser Ziolkowsky, “die Erde ist die Wiege der Menschheit aber ein Mensch kann nicht ewig in seiner Wiege leben.” Ja, irgendwie überrascht es mich, dass das , was gestern noch als richtig galt und die DDR-Raumfahrt beflügelte, plötzlich alles für den Hintern ist.

  5. @ Karl Eduard
    dass das , was gestern noch als richtig galt und die DDR-Raumfahrt beflügelte, plötzlich alles für den Hintern ist.

    Ich glaube, dass das was mit der Wissenschaft des Marxismus-Leninismus (”Kommunismus ist Sowjetmacht plus Elektrifizierung des ganzen Landes.” Lenin, 1920) zu tun haben könnte:
    Drehstrom?

  6. Als Macher von Schoggo-TV habe ich heute um 10:52 bzw. 10:54 Uhr die genannten Bundestagsabgeordneten Herrn Peter Hettlich (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) und Frau Petra Sitte (DIE LINKE) angemailt:

    Sehr geehrte/r Herr Hettlich/Frau Sitte,
    vielleicht überdenken Sie nochmals Ihren aktuellen Vorschlag(?):
    http://www.schoggo-tv.de/gruene-und-linke-fuer-abschaffung-der-raumfahrt/2009/07/20/
    Mit freundlichen Grüßen
    Wilhelm Entenmann
    Mannheim

    Hier nun die Antwort von Frau Petra Sitte (-> Homepage), welche mich um 18:21 Uhr erreicht hat und für welche ich mich an dieser Stelle herzlich visionär bedanken möchte.
    (Anmerkung: Die Antwort von Herrn Peter Hettlich findet sich -> hier.)

    Sehr geehrter Herr Entenmann,
    zunächst einmal schicke ich Ihnen mein Statement auf die von der taz gestellten Frage:

    taz-Statement Petra Sitte: Ist die bemannte Raumfahrt Geldverschwendung?

    Ja. Die exorbitanten Kosten stehen in keinem vernünftigen Verhältnis zum wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn.
    Die bemannte Raumfahrt begann mit dem Sputnikschock. Auch jetzt liefern sich Russland, China und USA einen Wettlauf um die Vorherrschaft im All. Sie planen bemannte Mondmissionen und -stationen.
    So will auch Deutschland nicht nur in der interplanetaren Kreisliga spielen. Die Bundesregierung plant eine unbemannte Mondmission für 350 Millionen Euro. Und der Mond dient als Trainingslager für eine Marsmission. Hierzulande werden 3,65 Milliarden in Raumfahrttechnologien und 2,7 Milliarden in die Europäische Weltraumagentur investiert. In Bremen wird das Wissenschaftslabor Columbus für die ISS gebaut. Der Bundesregierung geht es um die Behauptung wirtschaftlicher und technologischer Stärke, um die Behauptung als Weltraummacht.
    Auch wenn wir Juri Gagarin, Sigmund Jähn oder Neil Armstrong bewundert haben, lehnt DIE LINKE die bemannte Raumfahrt ab. Ins Blickfeld der Weltraumforschung müssen Erkenntnisse zu Ozeanströmen, zum Polareis, zur Landbeobachtung rücken. Dafür genügt der Ausbau satellitengestützter ziviler Erdbeobachtungssysteme.

    Dieser Antwort können Sie entnehmen, dass wir die aktuelle inhaltliche Ausrichtung der bemannten Raumfahrt kritisieren. Es gibt neben politisch hegemonialen auch wirtschaftlich konkurrierende Interessen. Hinzu tritt das berechtigte Interesse wissenschaftlicher Grundlagenforschung wesentliche Zusammenhänge der Entstehung und Entwicklung des Weltraums aufzuklären.
    Wir unsererseits halten es ebenso für legitim, die Leistungsfähigkeit der Weltraumforschung in den Dienst der Lösung grundlegender Konflikte und Widersprüche dieses Planeten und seiner Gemeinschaft zu stellen.
    Wir haben bei unserer Position auch Meinungen von Forschern der Raumfahrt aufgenommen, die an der aktuellen inhaltlichen Ausrichtung der bemannten Raumfahrt ebenfalls Kritik üben. Unter diesen befinden sich zudem auch Vertreter, welche die bemannte Raumfahrt in Frage stellen und ausdrücklich auf die Potentiale unbemannter Raumfahrt verweisen.

    Zudem sind auch in diesem Forschungsbereich - wie in allen Politikbereichen - die Ressourcen begrenzt. Und wir haben uns in unseren Positionen auch mit Prioritätensetzungen zu befassen. Allein die so genannte High-Tech-Strategie der Bundesregierung umfasst 17 Strategielinien. Und wie Sie dem Statement bereits entnehmen konnten, dominieren die Ausgaben dieses Ressorts alle anderen. Sie können sich davon auch sehr gern auf den Seiten der Bundesregierung selbst überzeugen. Dass die LINKE daran inhaltliche Kritik übt, dürfte Sie nicht wundern. Im Übrigen wird Raumfahrt aktuell sogar doppelt bezuschusst. Aus der Forschungssicht durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung und unter dem Blickwinkel der Anwendungsorientierung - diverser wirtschaftlicher Interessen, insbesondere der darin involvierten deutschen Unternehmen, und eben auch politisch hegemonialer Ziele der Bundesregierung - durch das Wirtschaftsministerium. Über Letzteres wird natürlich eher wenig öffentlich geredet!

    Dies haben wir in unserer politischen Verantwortung allerdings mit zu bewerten und Schlussfolgerungen daraus zu ziehen. Die Thematik ist also sehr komplex. Zu dieser komplexen Betrachtungsweise gäben die >40 Jahre Mondlandung< allemal Anlass. Nur leider geschieht dies nicht. Raumfahrt wird einerseits auf eine der Kernauseinandersetzungen des kalten Krieges reduziert und andererseits aus der Sicht der beteiligten Astronauten als eine sinnlich prägende Erfahrung fürs Leben dargestellt.
    Das ist denn doch zu einseitig.

    Meine Kolleginnen, Kollegen und ich haben in der letzten Wahlperiode stets versucht, die differenzierte, inhaltlich offene Auseinandersetzung mit Forschungsergebnissen, ihren Anwendungsperspektiven und damit kritische Begleitung der Forschungspolitik durch DIE LINKE zu betreiben. Es geht in der Tat um wichtige Fragen gesellschaftlicher Zukunft - auch in visionären galaktischen Dimensionen... Und darauf nimmt heutige Forschung mit ihrer inhaltlichen Ausrichtung maßgeblich Einfluss. In diesem Sinne sind wir auch gern bereit Positionen zu überdenken, schließlich wächst das Wissen in allen Bereichen exorbitant schnell.

    Soweit meine Antwort auf Ihre nachdenkliche Anmerkung.
    Mit neugierigen Grüßen,
    Petra Sitte.

  7. @3.Wilhelm: 5 Geschlechter ? Also Männer, Frauen, Schwule, Lesben und ???

    Aber mal davon abgesehen wäre das Geld in der Tat besser in was anderes zu investieren. Beispielsweise Bildung. Was nützt es, am Ende groß zu verkünden, man hätte Erfolg beim Marsprojekt gehabt, wenn 90% der Jugendlichen zu erkennen geben, dass ihnen Twix, Raider ode Milky Way deutlich besser schmeckt ? Obwohl - Mars bringt ja bekanntlich verbrauchte Energie sofort zurück. Ich bin im Moment etwas unschlüssig bezüglich der Grünen.

  8. @Gilbert

    Auch ich bin ob der oben vorgetragenen Argumente der beiden Bundestagsabgeordneten unschlüssig, da ich einigen Punkten zustimme bzw. zustimmen muss.

    In meinem Beitrag hatte ich, wenn auch ironisch, einen völlig anderen Aspekt der Raumfahrt beleuchtet und zwar den der Interessensbildung und Motivation (auch und gerade bei Jugendlichen).
    Es mag vielleicht albern klingen wenn ich eingestehe, dass mich Star Trek und dessen Philosophie durch diverse Prüfungen, vor allem in Statistik und Forschungsmethoden im Psychologiestudium “gebracht” hat.
    Irgendwo gibt s noch eine Studie über Star Trek, die einen ähnlichen Effekt in Sachen Interessensbildung und Motivation bei Akademikern besagt.

    Star Trek aber “lebt” durch das Wissen, dass es eine real existierende Raumfahrt gibt!

  9. Per Email vom 23.07.2009, 16:28 Uhr.

    Sehr geehrter Herr Entenmann,

    Ich darf Sie mit diesem Link

    -> Abgeordnetenwatch, Bildung und Forschung (22.07.2009)

    auf eine längere Antwort von Petra Sitte zum Thema aufmerksam machen. Dies trägt sicher dazu bei, verschiedene Intentionen in eine sachliche Debatte ohne Verkürzungen einzubringen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Frank Baier, Wahlkreismitarbeiter
    Büro Petra Sitte, Halle

    Sternzeit -314559.9, Captains Logbuch, persönlicher Eintrag:

    “Unbedingt daran denken mich mit persönlichen Emails bei den beiden MdBs zu bedanken.”

    Captains Logbuch, persönlicher Eintrag Ende.

  10. WAS ,schluß mit Multi-Kulti ?? Nich Doch,DIE können doch garnicht anders:

    -> Aus Bruno wird Aydan

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