Süße Jugendgewalt

Ursache von Jugendgewalt in fehlender Selbstregulierung der Opfer ausgemacht: Anhand der Ergebnisse einer wissenschaftlichen Studie über den Zusammenhang von Süßigkeiten in der Erziehung von Kindern und Aggressivität und Kriminalität bei Jugendlichen und Erwachsenen, erklärt unser Diplomben-Schoggologe Wuschelkuschel, warum man in Bus und Bahn immer eine Gabel und ausreichend Schokolade mit sich führen sollte, wenn man auch morgen noch seine Schokolade selbst kauen können möchte.

Schokolade gegen Aggressivität von Jugendlichen

Wuschelkuschel im Schokoladenhimmel

Gib dem Affen Zucker Schokolade

Sie wurden auch schon einmal in Bus oder Bahn von aggressiven Jugendlichen bedroht und sahen sich dabei verängstigt, weil hilflos mit einem oder mehreren Messern konfrontiert? Sie folgten fälschlicherweise ihrem Fluchtinstinkt und lösten damit bei den Jugendlichen deren natürlichen Jagdinstinkt aus? Selbst schuld, wenn sie in der nächsten Ecke gestellt und vermöbelt wurden, denn Sie haben alles falsch gemacht, was ein zur Vernunft und Selbstkontrolle veranlagter Mensch in solch einer Situation nur falsch machen kann.
Die Jugendlichen wollten mit ihren Messern lediglich Schokoladenessen [-> Wikia] spielen und hätten Sie einen ruhigen Kopf bewahrt, den Kids verpackte Schokolade und eine Gabel gegeben, dann müssten Sie selbst heute ihre Schokolade nicht trinken.

Selbstregulierung

Wissenschaftler um Simon Moore von der Universität Cardiff haben in einer Langzeitstudie mit rund 17.500 Teilnehmern, die im Jahr 1970 geboren wurden, festgestellt [-> BJPsych], dass diese als Erwachsene gewaltbereiter sind und zu erhöhter Kriminalität neigen, wenn sie als Kinder regelmäßig Süßigkeiten bekamen. Wer als Kind regelmäßig Süßigkeiten bekommt, der lerne nicht geduldig auf etwas zu warten, was zu einem impulsiven Verhalten führe, das mit Aggressivität und Kriminalität verbunden sein könne [-> Spiegel Online].

Die von Ihnen in Bus und Bahn erlebte Aggressivität von Jugendlichen hat also nichts mit dem “Zucker” an sich zu tun, welcher in manchen Kulturkreisen aufgrund spezieller Ernährungsgewohnheiten signifikant erhöht ist [-> diabetespartner.de], nein, die Ursache liegt in einer anerzogenen Ungeduld, welche dem sogenannten Verstärkeraufschub bei der Selbstregulierung [-> Wikipedia] im Wege steht.
Diplomben-Schoggologe Wuschelkuschel rät: “Wenn Sie sich also wieder einmal in Bus oder Bahn von Jugendlichen mit Messern umringt sehen sollten, dann regulieren Sie sich bitte wie ein Erwachsener selbst, indem sie vernünftigerweise nicht flüchten und den Jugendlichen Schokolade und Gabeln reichen.”

Mannheim, den 03.10.2009, 12:46 Uhr.

3. Oktober 2009 | Von Wilhelm Entenmann | Kategorie Wissenschaft & Bildung
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4 Kommentare
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  1. In Deutschland bekommen die Kinder ja regelmäßig Pfeffernuß, Äpfelchen, Mandeln und Korinth, kein Wunder, daß unsere Soldaten regelmäßig Auslauf brauchen, wurden sie doch seit frühester Kindheit in jahreszeitlichen Abständen mit Zuckersachen scharf gemacht. Und überall diese Automaten, aus denen man Süßes ziehen kann. Die sollten nun endlich mal angegangen werden.

  2. @Karl Eduard
    ja regelmäßig Pfeffernuß, Äpfelchen, Mandeln und Korinth

    …das ist jetzt aber ein völliger neuer Aspekt, welcher nahelegt, dass diese Jugendgewalt doch eine kulturabhängige Sache ist und dabei ausschließlich mit dem Christentum zu tun hat.

    Na ja, South Park hat diesen Zusammenhang zwischen Gewalt und deutscher Weihnacht bereits erkannt:
    Video (noch unzensiert): -> “Hitler singt”.

  3. Satan sorgt wirklich für die Seinen. :D

  4. aggressive jugendliche in bahnen und unterführungen gibts doch (offiziell) gar nicht ;-)
    wsn da bloss los ….in cardiff.
    ts,ts,ts

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