Kulturdolmetscher in Mannheim
Caritas Mannheim bildet Migranten zu Kulturdolmetschern für Ausländer aus. Kulturdolmetscher sollen Migranten eine Brücke sein und bei deren Integration in die deutsche Gesellschaft helfen, welche mit ihren Behörden und sozialen Einrichtungen den Zuwanderern schier unüberwindliche Hürden zu stellen scheint.

Kurpfalzbrücke Mannheim um 1900: Man sprach Deutsch
Meditativer Neggabriggebluus
“Ein Lied kann eine Brücke sein”, sang unser Mannheimer Urgestein Joy Fleming [-> Wikipedia] für Deutschland 1975 beim Eurovision Song Contest in Stockholm [-> YouTube] und nannte bereits damals die Sprache als den Schlüssel zur Integration: “Du kannst darüber gehen, andere verstehen… und ist dein Herz bereit, komm’ über diese Brücke, her aus deiner Einsamkeit.”
Leider sang Joy ihr Lied auf Deutsch, weshalb sie im Ausland wohl kaum jemand verstehen konnte und sie nur Platz 17 von insgesamt 19 Plätzen belegte [-> Wikipedia]. Heute, 34 Jahre später, dürfte Joy Fleming dieses traurige Schicksal auch in ihrer Heimatstadt ereilen, wenn es denn nicht die Dolmetscher der Caritas Mannheim geben würde, welche anderssprachigen Mannheimern über die Mannemer Brick [-> Hörprobe: Neckarbrückenblues] helfen.
Mediative Kulturdolmetscher
Im Oktober 2008 begann der Caritasverband Mannheim unter der Leitung von Frau Dr. Orietta Angelucci von Bogdandy erstmals mit der 10-monatigen Ausbildung von Migrantinnen und Migranten zu Kulturdolmetschern, welche wie eine Brücke zwischen Zugewanderten und der Aufnahmegesellschaft wirken sollen. Das Projekt Kulturdolmetscher [-> Caritas Mannheim], welches vom Bund-/Länderprogramm Soziale Stadt [-> hier] mitfinanziert wurde, bildete 11 Frauen und einen Mann aus, die nun auf Honorarbasis Einwanderern beim Behördengang oder der Vermittlung bei Schulproblemen helfen sollen. Da das Projekt erfolgsversprechend ist, wird die Caritas Mannheim weitere 18 Frauen und Männer aus neun Nationen zu Kulturdolmetschern ausbilden [siehe: -> Rhein-Neckar Zeitung und -> Mannheimer Morgen], welche mittels Kommunikation und Mediation [-> Wikipedia] zwischen den Kulturen Verständnis wecken und vermitteln werden.
Mannheim, den 17.08.2009, 17:00 Uhr.
Bildnachweis
-> Wikipedia - “Die Neckarbrücke (Friedrichsbrücke) in Mannheim um 1900″ - not named







Wer selbst mal miterlebt hat, wie man als Deutscher, der sich aktiv aus einer sozialen Falle befreien will, von deutschen Behörden behandelt, um nicht zu sagen, um Leistungen und Hilfen beschissen wird, den kann angesichts solcher “Kulturdolmetscher” nur noch die kalte Wut (um mal das harmlosere Wort zu gebrauchen) packen, weil bei den meisten derartiger “Integrationshilfen” nicht die eigentliche Integration im Vordergrund steht, sondern die professionelle Ausnutzung auch der kleinsten Soziallücken im Gesetz, um diesen Leuten ein unbeschwertes Leben auf unsere Kosten zu ermöglichen.
Hört sich nach Vorurteilen an, aber du weisst ja, wo der Eiffelturm steht (?) Das ist ungefähr die Entfernung, in der mir solche Vorwürfe inzwischen am Hintern vorbeirauschen.
@Gilbert
Was soll ich sagen…(?), mir geht’s ähnlich…, gleich!
Ich frage mich auch immer wieder, wie es frühere Migrantengenerationen schaffen konnten, als es noch nicht die ganzen Behörden mit den vielen finanziellen Hilfen gegeben hat.
Ich brauche dies hier nicht fortzusetzen…, ich denke, dass Du weisst, was ich meine.
Übrigens, wenn man ein bisserl nach “Kulturdolmetscher” googelt, dann frindet man solche auch in vielen anderen Städten. Überwiegend steht die Caritas dahinter (mit Geldern aus staatlichen Töpfen).
Ich habe einen Artikel aus Hamburg gefunden (ohne Caritas Nennung), der zeigt, dass diese Kulturdolmetscher mehr oder minder auch an der Integration der einheimischen Bevölkerung arbeiten:
-> Mittler zwischen den Kulturen
Ein anderer Aspekt der wahrscheinlich nur mir auffällt ist die Tätigkeit dieser Kulturdolmetscher.
Deren Arbeit (näheres auf der im Beitrag verlinkten Caritasseite) ist deckungsgleich mit der von SozialarbeiterInnen/SozialpädagogInnen, wobei Kulturdolmetscher nur 10 Monate Ausbildung absolvieren und, jetzt kommt’s, nur MigrantInnen Kulturdolmetscher werden dürfen (das ist Diskriminierung am Arbeitsplatz!). Okay wahrscheinlich sind Kulturdolmetscher (Honorarbasis) billiger…, aber dies sagt uns etwas über die Personalpolitik der Caritas.
And just another grain in augmenting hate emotions on foreigners.
Auf Englisch darf man das ja sagen
Nachtrag: die Beschränkung des Berufs “Kulturdolmetschers” auf Ausländer sollte man auch als staatlich geförderte Antiintegration verstehen, denn mit solchen Schnittstellen zwischen dem Ausländer und den übervollen Sozialtöpfen fällt auch die letzte Notwendigkeit einer Miniintegration fort. Die brauchen nun weder minimalst Deutsch lernen noch zu befürchten, dass bei ihren Landsleuten ihre hier völlig unpassenden gesellschaftlichen und religiösen Vorstellungen in irgendeiner Form noch Anstoß erregen.
[...] Wer aber nicht die deutsche Sprache erlent und damit Kosten verursacht, welche unter anderem durch Extrawürste und/oder notwendige Dolmetscher entstehen, der möge sich bitte ein anderes Solidarsystem suchen. [...]