Landtagskandidaten Mannheim: Nikolas Löbel disst Wähler

Der Mannheimer Stadtrat Nikolas Löbel kandidiert bei der Landtagswahl Baden-Württemberg 2011 für die CDU-Mannheim im Wahlkreis Mannheim-Nord und Schoggo-TV erklärt, warum der Siegertyp Löbel bei der Wahl an sich selbst scheitern könnte.

Screnshot: Nikolas Löbel CDU-Mannheim mit Stinkefinger

Screenshot: Homepage Nikolas Löbel CDU-Mannheim

We Are the Champions

Freunde von Schoggo-TV sind auch seine Freunde: Nikolas Koch-Löbel (24), Shooting Star der Mannheimer CDU, die den Studenten der Rechtswissenschaften der “Exzellenz” Universität Mannheim als Kandidat des Landtagswahlkreises Mannheim I (Mannheim-Nord) bei der baden-württembergischen Landtagswahl 2011 ins Rennen schickt, obwohl doch just dieser Wahlkreis die letzte Hochburg der SPD im ganzen Ländle ist, welche mit dem Ex-Landtagsabgeordneten und Waldhöfler Roland Weiß (54) ihren besten Mann als Libero aufs Spielfeld stellt.
Aber Löbel, der im Juni 2009 als “Der Neue” CDU-Stadtrat in den Gemeinderat Mannheim einzog (Listenplatz 6 und mit 33.266 Stimmen einen sensationellen “Platzsieg” errungen) ist der Siegertyp, den  jeder NLP-Trainer seinen Novizen als Experten für Erfolg zum Modellieren vorgeben würde - erst jüngst errang der redegewandte Jungstadtrat und angehende Jurist einen fantastischen Sieg ums Grillen in Mannheim [Schoggo-TV: -> Artikel].

Ja, Siegen hat in Mannheim einen neuen Namen: Nikolas Löbel, der seinen Namen in den Kontext mit anderen Siegern setzt - “Bayern wird Pokalsieger…danke Olic und Frank Ribery…in dieser Form wird Bayern auch Championsleaguesieger!”, so Löbel in seinem Facebook [-> hier]. Welche Chance sollte da der Waldhöfler Roland Weiß haben, wo doch der SV Waldhof Mannheim inzwischen in der vierten Liga herumkrebst(?).
Ja, solche Freunde hat der Betreiber von Schoggo-TV bei Facebook.

Flutschefinger: Wie man sich als Sieger selbst zum Verlierer macht

Beim Besuch der Homepage und des Facebooks des Favoriten für den Landtagswahlkreis Mannheim-Nord, fiel Schoggo-TV sofort das Siegerfoto von Nikolas Löbel auf, welches der Kandidat eben dort verwendet [Screenshot: [-> Homepage], siehe auch [-> Facebook]: Dieses Fingerzeichen - ein aus Daumen und Zeigefinger gebildeter Kreis - welches für ein “Okay” steht und erweitert als “Spitze” oder “Super” gedeutet wird.
Der angehende Jurist versteht sich eben nicht nur auf die Kunst der Sprache, der Mannheimer Jungpolitiker zeigt bereits jetzt schon die Gestik, wie sie auch der SPDler und Jurist Hans-Jochen Vogel anzuwenden verstand [Bild in der 14. Reihe: -> Seltsame Handzeichen].

Dumm, der aus Daumen und Zeigefinger gebildete Kreis bedeutet im nicht-deutschsprachigen Ausland bzw. in den dortigen Kulturen etwas öbszönes - “Stinkefinger”, “Ar***loch” oder gar “F*ck Deine Mutter”, speziell in Südeuropa, Nordafrika und der Türkei dürften Politiker für das Zeigen dieses Zeichens das erhalten, was sie meist verdienen.
Ganz dumm, der Landtagswahlkreis Mannheim I [-> Wikipedia] zeichnet sich durch einen hohen Anteil von wahlberechtigen Personen mit “südländischem” Migrationshintergrund [Übersichtsartikel: -> Schoggo-TV] aus, welche bei der Landtagswahl das Zünglein an der Waage zwischen Löbel und Roland Weiß bilden dürften.

Sehr gut, dass der Betreiber von Schoggo-TV bei Facebook nicht direkt mit Nikolas Löbel befreundet ist - so ein Freund könnte ja negativ aufs eigene Image abfärben.

Mannheim, den 22.05.2010, 18:00 Uhr.

22. Mai 2010 | Von Wilhelm Entenmann | Kategorie Mannheim & Rhein-Neckar
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10 Kommentare
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  1. Von Mannheimer-Innenpolitik verstehe ich nichts, aber wenn ich das richtig interpretiere Siegen hat in Mannheim einen neuen Namen: Nikolas Löbel, sollte Kachelmann auf Löbel setzen

  2. Das würde ich ihm nicht empfehlen, ich glaube, da hätte der Herr Löbel zuviel Angst, dass sein guter Ruf leiden könnte ;O) - Außerdem kann er dabei keine Spasswähler einsammeln…

  3. @Gutemine

    Irgendwie passend, die beiden Landtagskandidaten der CDU Mannheim, Nikolas Löbel (Mannheim-Nord) und Claudius Kranz [Mannheim-Süd), beklagen nach dem Ausscheiden von Roland Koch in Hessen das Fehlen von "solchen Köpfen in der CDU" (gemeint sind Konservative):

    "Da erwischen Sie mich auf dem falschen Fuß", so reagierte Claudius Kranz, Mannheims CDU-Vorsitzender. (...) "Solche Köpfe fehlen der CDU natürlich", sagt Kranz, "wir verlieren damit einen präsenten und kompetenten Politiker".
    (...)
    Auch CDU-Stadtrat Nikolas Löbel zollt Hessens Ministerpräsident Respekt für seine Entscheidung. "Natürlich hat mich das überrascht, und es ist ein sehr großer Verlust für die CDU", so Löbel. "Aber er hat größte Anerkennung für diesen Schritt verdient, schließlich macht er ihn souverän und eigenständig."
    (...)
    "Es ist zurzeit eben nicht einfach für die Konservativen innerhalb der CDU, und das bedaure ich sehr", so Ratzel [CDU-Stadtrat Steffen Ratzel].
    Quelle: Mannheimer Morgen 26. Mai 2010,
    -> “Solche Köpfe fehlen der CDU”

  4. Das Blog Stadtbahn Nord berichtet heute (21.06.2010) über einen Flyer, den Herr Löbel an die Haushalte der Gartenstadt verteilt habe - Fazit: “Herr Löbel, der von Ihnen herausgegebene Flyer führt bei mir und anderen Bürgern zu der von Ihnen selbst angesprochenen „Parteien-Verdrossenheit“, denn eindrucksvoller lässt sich nicht dokumentieren, wie ein Politiker viel sagen kann, aber zu nichts richtig Stellung bezieht.”
    Den Artikel lesen:
    -> Nikolas Löbel – unser CDU Landtagskandidat für Mannheim Nord

  5. Jetzt disst Herr Löbel nicht nur die Wähler, inzwischen in seinem Wahlkampfflyer seinen favorisierten SPD Gegenkandidaten Roland Weiß:

    Nachtrag:

    Nikolas Löbel eröffnet Wahlkampfschlammschlacht mit dem SPD Gegenkandidaten und Stadtbahn-Kritiker Roland Weiß

    Auf Seite 2 des Flyers wirft Herr Löbel dem SPD Kandidaten dem Anschein nach indirekt vor, dass er nicht die Wahrheit sagen würde: -> weiterlesen

  6. Das sieht man doch mal wieder, was die CDU (die heutzutage weder christlich noch demokratisch ist) von Bürgerbegehren hält. Es wird denen mit den meisten Stimmen zugestimmt.

  7. @Stefan Täge

    “Yep!”, mit der Mannheimer CDU ist es so, wie es jüngst ein CDUler bei seinem öffentlichen Austritt aus der Partei bekundte:

    Die Parteiführungen der CDU in Bund, Land und vor allem in Mannheim zeichne sich nur noch “durch hinterhältige Machtspielchen aus”. Man stelle nicht etwa den Menschen in den Mittelpunkt, sondern nur das eigene Fortkommen, die eigene Karriere, die Befriedigung der eigenen Machtgelüste.”
    zitiert aus/ab vorletzter Satz in: -> CDU Mannheim: Streit um Klaus Dieter Reichardt

    …allerdings würde/werde ich für meinen Teil nicht beim Team Orange anheuern - das Schicksal von dessem ehemaligen Vorstandsmitglied Aaron König bzw. wie das Team Orange mit jemand umgeht, der zwar für die freie Meinung eintritt, aber konservativ-liberale Inhalte vertritt, das ist mir zu gut in Erinnerung;
    Aaron König: -> Viel Glück, Piraten!
    (ab 7. Absatz: “Als ich im Juni 2009 der Piratenpartei beitrat… .”)

  8. @Wilhelm: Aaron wollte schlichtweg Karriere machen. Schon vor der BTW2009 hat er öffentlich verkündet, das einer Koalition mit der FDP nichts im Wege stehen würde (sinngemäß). Zum zweiten hat er die Domäne für seine neue Partei schon im März (!)reserviert. Und zum dritten hätte er sich wenigstens der Verantwortung stellen sollen dem Parteitag Rede und Antwort zu stehen. Das dissen im Nachhinein war nicht die feine englische Art. Als Bundesvorstand sollte man schon trennen zwischen eigener und parteipolitischer Aussage. Er hat zu oft seine Meinungen in die Meinungen der Piraten hinein interpretiert.
    Zum Thema CDU bzw. JU, der Herr Mißfelder ist doch ein Prachtexemplar seiner schwarzen, karrieresüchtigen Zunft. Er hat niemals im Leben richtig gearbeitet und diffamiert am laufenden Bande. Bevor solche schmierigen Typen den Mund aufmachen, sollten sie erstmal das Leben mit all seinen Facetten richtig kennenlernen. Mich schüttelt es schon wenn ich den im TV sehe

  9. Ganz krass ist es ja, wenn Herr Löbel “Einzelgespräche” mit seinen potentiellen Wählern führt. Wo er im Flyer doch durchaus noch verhalten agiert, geht er richtig in die Vollen, wenn er keine Öffentlichkeit wähnt (Mailverkehr). Eine Nachbarin von uns berichtete empört über einen wohl sehr unerfreulichen Schriftwechsel mit Herrn Löbel, in dem er seinen Gegenkandidaten der Lüge bezichtigte etc. Sie hat mir Auszüge vorgelesen, das ist einfach nur “herrlich”.
    Da kann ich nur sagen, wenn der Knabe mit zarten 24 Jahren schon so durchtrieben ist, was kommt denn dann, wenn der noch etwas Lebenserfahrung dazu bekommen hat?!

  10. @Stefan Täge

    Was Aaron König aus Sicht der Piratenpartei tat, das kann ich als Außenstehender nicht beurteilen.

    Mir geht/ging es nur um das Bashing und die Diffamierung von König durch viele Piraten, nachdem er konservativ-liberale Ideen geäußert hatte [Namen und Links auf diesbezügliche Seiten lasse ich hier einmal weg - es reicht aus, wenn man sich die Kommentare von Piraten auf Königs Blog zu dessen Positionen in verschiedenen Artikeln anschaut.].
    Zugleich verbreiten sehr viele Piraten im Internet linksextreme Gedanken und Positionen, ohne dass man sich in der Partei daran stört.

    Damit man mich nicht falsch versteht: Im Prinzip sehe bzw. sah ich in den Piraten etwas erfrischendes, von dem ich mir anfangs das Aufbrechen der üblichen Parteistrukturen und deren Verortung im überkommenen Links-/Rechtsschema erhoffte. Dass die Piraten nur ein (richtig ausgearbeitetesThema hatten(haben?), war für mich irrelevant, auch die Grünen hatten es in ihren Anfängen nur mit AKWs.
    Aber ich habe dann sehr schnell mitbekommen, dass auch bei den Piraten Meinungsfreiheit nur für Links bzw. linke Positionen herrscht. Aaron König war für mich der Hoffnungsschimmer, dass dem nicht so ist und die Piraten für viele Richtungen offen sind - dann begann das Bashing gegen König.
    [Anmerk.: Ich hatte mal via Twitter darüber nachgedacht, ob ich den Piraten beitreten sollte. Ein linker Pirat griff dies auf und beschimpfte mich öffentlich als u.a. als "Rassist" und dass er sofort meinen Parteiausschluss beantragen würde. Zig andere Piraten griffen seine Meinung ungeprüft auf und verbreiteten diese weiter.]

    Oh ja, dieser Philipp Mißfelder [-> Wikipedia] ist mir mit seinem “innovativen Vorschlag” der Verweigerung von Hüftgelenken für ältere Menschen noch sehr gut bekannt, auch dass ihn die CDU dafür nicht kalt gestellt, sondern zwei Jahre später in den Bundestag gehievt hat.
    Konservativ heißt für mich persönlich auch, dass man Sorge für die Gesellschaft und die Schwachen trägt und liberal, dass man (persönliche) Freiheit in/mit Verantwortung übt.

    @Gutemine aka Christina Detmers

    Einzelgespräche, Emails etc. immer dokumentieren!!!

    Die heiße Wahlkampfphase für die Wahl am 27. März 2011 wird wohl spätestens im Februar 2011 beginnen (Fasching ist übrigens Anfang März, als Marker der Rosenmontag am 07. März 2011).
    Es wird bis dahin noch Zeit für viele Artikel sein, wobei Schoggo-TV selbstverständlich auch die Kandidaten anderer Parteien, dabei aus beiden Mannheimer Wahlkreisen, kritisch begleiten wird .
    Glücklicherweise ist Schoggo-TV an keine Partei gebunden und kann jedem sein Fett abgeben. ;-)

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