Neo-Nazis outen Nazi in Mannheim

“Als die roten Neo-Nazis die braunen Nazis holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Nazi. Als sie die Christdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Christdemokrat. Als sie die Unternehmer holten, habe ich nicht protestiert; ich war ja kein Unternehmer. Als sie die Juden holten, habe ich nicht protestiert; ich war ja kein Jude. Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte… und die Presse beteiligte sich an der Menschenjagd der Neo-Nazis.” (frei nach Martin Niemöller)

Paris, Juni 1944: Der Kollaboration beschuldigte Französinnen

Symbolbild: Paris, Juni 1944: Der Kollaboration beschuldigte Französinnen

“Nazi in der Nachbarschaft”

• Am 02.06.2010 meldete das  SWR-Studio Mannheim um 17:40 Uhr in seinen Regionalnachrichten unter dem Titel “Heimliche Neo-Nazi-Aktivistin?”, dass “unbekannte Aktivisten der linksalternativen Antifa-Bewegung” ein anonymes Flugblatt mit dem Titel “Nazi in der Nachbarschaft” verteilt hätten, das in Mannheim für Unruhe gesorgt habe. In dem Flugblatt würden “schwere Vorwürfe gegen die 50-jährige Mutter einer Mannheimer Großfamilie” erhoben werden, u.a. dass sie “als überzeugte Neonazi und rechtsextreme Internetaktivistin” (…) “seit vier Jahren im größten deutschen Neonazi-Forum aktiv” sei, wo sie über 2.700 Einträge hinterlassen habe, “viele davon seien antisemitisch und volksverhetzend”. Das Flugblatt nenne Namen und Anschrift der Beschuldigten [temporäre Meldung, Permlink aus technischen Gründen nicht möglich.]
• Am 03.06.2010 ergänzte das Morgenweb [Mannheimer Morgen] um 17:19 Uhr in seinem Rhein-Neckar-Ticker unter dem Titel “Neonazi-Aktivistin aus Mannheim?”, dass sich die Betroffene “unter einem Pseudonym” (…) “einer Nazi-Plattform im Internet” (…) “gegen „Rassenvermischung“ ausgesprochen und erklärt haben, dass in Konzentrationslagern keine Menschen durch Gas gestorben seien.”  [temporäre Meldung, Permlink aus technischen Gründen nicht möglich.]
• Am 03.06.2010 veröffentlichte ZEIT ONLINE um 18:08 Uhr den längeren Artikel “Zu Hause backt sie Hakenkreuztorten”, in welchem dessen Autor Helmut Vensky [Der mögliche Permlink auf ZEIT ONLINE wird hier nicht gesetzt!] den vollständigen Namen der Mannheimerin nennt. Neben einem, von linksextremistischen Internetseiten der Antifa übernommenen Foto [Die möglichen Permlinks auf die Artikel der linksextremistischen Internetseiten werden hier nicht gesetzt!], zitiert der Journalist in- und direkt aus dem Flugblatt und gibt auch privates über den Ehemann und die gemeinsamen Kinder preis.

Ja, solche Nazis, braune wie rote, hat man hier in Mannheim als Nachbarn. Rechte Nazis und linke Neo-Nazis, die sich zynischerweise in ihrem Hass auf Juden und den Staat Israel einig sind und sich auch in ihren Methoden der Menschenjagd kein bißchen unterscheiden.

Mannheim, den 04.06.2010, 17:28 Uhr.

Bildnachweis

-> Wikipedia - Bundesarchiv - “Paris, der Kollaboration beschuldigte Französinnen” am 21. Juni 1944 von unbekannt

4. Juni 2010 | Von Wilhelm Entenmann | Kategorie Mannheim & Rhein-Neckar
Tags: , , , , ,

4 Kommentare
Hinterlassen Sie einen Kommentar »

  1. Da war der Reporter wohl in der Küche. Aber fällt Hakenkreuztorten essen nicht unter “Kampf gegen Rechts”?

  2. Sie haben sich in ihrem Hass auf Israel längst vereint, die linken Neonazis und die Nazis; sie vertreten und vertreiben ein und dasselbe Gedankengut - und werden Deutschland umkrempeln. Das “Nie wieder” wird ihnen weichen.

  3. @Karl Eduard & anaximander

    Mich schreckt/e an der Geschichte, dass die linken Neo-Nazis, auch als Antifa oder Linksextreme bekannt, im vorliegenden Fall polizeiliche Aufgaben (selbst) in die Hand genommen haben. Ginge es dabei nur um die bloße Recherche, dann meinetwegen “okay!”, aber die Feststellung, dass jemand etwas getan haben soll, dies unterliegt alleine den Gerichten!

    Das Flugblatt wurde im gesamten Stadtbezirk Käfertal verteilt und da dies alle möglichen persönlichen Daten (z.B. Steuernummer!) und Hinweise auf den Ehemann und dessen Arbeitsplatz sowie auf die zehn z.T. minderjährigen Kinder enthielt, haben wir es hier sogar mit Sippenhaft zu tun.

    Mich schaudert der Gedanke, wen die Linken (i.e. rote Neo-Nazis) jagen werden, wenn sie alle braunen Nazis bekämpft haben - wie im Vorwort des Artikels angedeutet, wird man dann vielleicht die Nazikeule gegen Christdemokraten, Unternehmer oder Manager schwingen, eventuell gar gegen Juden, der Sache mit Gaza wegen.

    Ach ja, die Ratsfraktion der Grünen in Mannheim macht natürlich diese Art der “Selbstjustiz” mit und veröffentlicht zum vorliegenden Fall den Namen der angschuldigten Person - Der mögliche Permlink auf Bündnis 90/ Die GRÜNEN im Gemeinderat Mannheim wird hier nicht gesetzt:

    Bündnis 90/ Die GRÜNEN im Gemeinderat - 7.6.2010 Getarnt in Käfertal!

    Stadtrat Gerhard Fontagnier, Sprecher der GRÜNEN Fraktion zum Thema Rechtsextremismus hierzu: „Wie schon den geplanten Bombenanschlag eines Nazis aus Lörrach im vergangenen Jahr hat die Antifa Freiburg nun auch das Doppelleben der Mannheimer Naziaktivistin [von Schoggo-TV gelöscht] aufgedeckt.”

    Möge sich jede/r einmal überlegen, wie man seine/ihre Existenz vernichten könnte, wenn die Nazikeule gegen ihn/sie geschwungen wird, dabei vielleicht nur, weil er/sie wegen einer anderen Sache unbequem ist.

  4. Solange man sich in Mannheim mit imaginären ‘Nazis’ beschäftigt wird, die Aufmerksamkeit der Leute
    von einem weitaus brutaleren u.gefährlicheren Faschismus abgelenkt - einem Faschismus der täglich
    weltweit tausende (Mord) Opfer fordert und dem man (auch in Mannheim) aus Unterwerfungsgründen
    sogar eigene Satans-Tempel (Moscheen!) baut - nur weiter so, ….das Erwachen wird verdammt böse!

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar abgeben zu können.