Peter-Petersen Gymnasium in Mannheim umbenennen?

Das Peter-Petersen Gymnasium in Mannheim-Schönau soll umbenannt werden, da der Pädogoge Peter Petersen vom Antisemitismus-Forscher Benjamin Ortmeyer als Rassist und Antisemit geoutet worden sei. DIE GRÜNEN Gemeinderatsfraktion Mannheim begrüßt die Umbenennung vom Peter-Petersen Gymnasium, die dessen Schulleiter Ingo Leichert im Spiegel angekündigt hat. Schoggo-TV fordert in Sachen Antisemitismus von den Mannheimer “GRÜNEN etc.” endlich Konsequenzen durch konsequentes Lernen.

Peter Petersen: Was bleibt

Peter Petersen: Was vielleicht bleiben darf

Peter Petersen: Wider die Paukschule

Peter Petersen (1884 - 1952) war ein Reformpädagoge, der sich um die Etablierung der Erziehungswissenschaft als eigenständige Wissenschaft verdient gemacht hat, indem er die, von ihm neu geforderte pädagogische Empirie mit der  bis dato in der Erziehung alleine angewandten Hermeneutik zu verbinden wusste. 1927 veröffentlichte Petersen erstmals seinen “Kleinen Jena-Plan” (”Großer Jena-Plan, 1930 - 1934), welcher als pädagogisches Konzept im krassen Widersspruch zu der aus der Kaiserzeit stammenden autoritären Pädagogik (”Paukschule”) stand und auch heute noch in viele pädagogische Konzepte (Stw. “demokratische Mitbestimmung” und “Lernen in Gemeinschaft”) einfließt. Die derart große wissenschaftliche Leistung von Petersen für die Pädagogik und Erziehungswissenschaft wird bis heute nicht bestritten.
In der Nazizeit verfasste Peter Petersen Schriften, welche den NS-Ideologen genehm waren, was viele jedoch rückblickend als bewusste Strategie der Zweigleisigkeit zum Schutz seines Schulmodells (eigenständiges Arbeiten und Forschen, demokratische Partizipation oder mitmenschliche bzw. nicht-militaristische Umgangsformen in der Schule) betrachten.
Nach dem Krieg wurde Petersen 1946 in der damaligen Ostzone Mitglied der SPD und, nach deren Zwangsvereinigung mit der KPD, Zwangsmitglied der SED, welche er 1948 unter Protest verließ. Seine Universitätsschule wurde 1950 von der SED geschlossen, allerdings nicht wegen den Schriften aus der Nazizeit, sondern weil die SED in ihm ein gefährliches Überbleibsel aus der Weimarer Republik sah. In Westdeutschland blieb ihm, wie auch anderen Reformpädagogen, eine Professur versagt. [-> Wikipedia]

Nazikeule: Immer wieder draufpauken

Der Frankfurter Pädagoge Dr. Benjamin Ortmeyer [kein Wikipedia-Eintrag, dafür -> Goethe Universität Frankfurt] ist auch ein anerkannter Antisemitismus-Forscher, welcher der breiten Öffentlichkeit erstmals 2006 näher bekannt wurde, als die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und Linksextremisten im Rahmen der Fussball-WM die Abschaffung des “Deutschlandliedes” als deutsche Nationalhymne forderten und sich dabei auf ein Papier von Ortmeyer aus dem Jahr 1989 [Auszug bei der -> DKP Darmstadt] bezogen, welcher 17 Jahre später noch die Meinung vertrat, dass der Verfasser des Deutschlandliedes, Hofmann von Fallersleben, kein Demokrat, sondern ein Antisemit gewesen sei [-> tagesschau.de und -> Spiegel Online].

Aktuell macht Ortmeyer wieder von sich hören, nachdem er in seinem neuen Buch “Mythos und Pathos statt Logos und Ethos” [-> amazon.de] u.a. den Reformpädagogen Peter Petersen als “üblen” Rassisten und Antisemiten geoutet habe und damit in Deutschland eine wilde Umbenennungshysterie von nach Petersen benannten Straßen und Schulen ausgelöst hat [-> Spiegel Online].
Auch das 1972(!) eröffnete Petersen-Gymnasium in Mannheim-Schönau [-> Homepage] soll nach Bestreben des Schulleiters Dr. Ingo Leichert umbenannt werden, was von der Mannheimer “Gemeinderatsfraktion von Bündnis90/DIE GRÜNEN zu Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus” [sic!], welche bislang nur als “GRÜNEN Gemeinderatsfraktion gegen Rassismus” [sic!] firmierte [-> unser Artikel hier] in der Sache begrüßt und unterstützt, aber in der Begründung abgelehnt wird. So möchte Leichert das Gymnasium deshalb umbenennen, weil er den Namen eines Reformpädagogen für nicht zeitgemäß hält [-> Spiegel Online], während sich Gerhard Fontagnier von den Mannheimer “GRÜNEN etc.” auf die wissenschaftliche Arbeit von Benjamin Ortmeyer bezieht und von der Stadtverwaltung Konsequenzen aus “Petersens rassistischer und antisemitischer Einstellung während der NS-Zeit” fordert. Das Gymnasium solle nach Meinung der “GRÜNEN etc.” wegen der Quote nach einer Frau umbenannt werden [-> DIE GRÜNEN etc. Mannheim].

Konsequentes Lernen bei den Mannheimer “GRÜNEN etc.” angesagt

Schoggo-TV ist sich unschlüssig, ob man Peter Petersen wegen seiner Schriften in der Nazizeit entehren soll und bittet hierzu um begründete Kommentare der Leserschaft. Zugleich verbitten wir uns Kommentare von den Mannheimer “GRÜNEN etc.” und zwar so lange, bis diese endlich ihre Hausaufgaben gemacht haben:

Die Mannheimer “GRÜNEN etc.” berufen sich in Sachen Umbenennung des Mannheimer Peter Petersen Gymnasiums auf die Arbeit des Antisemitismus-Forschers Benjamin Ortmeyer, welcher Anfang dieses Jahres seine  Mitarbeit in der Anti-Nazi-Koordination Frankfurt eingestellt hat [-> Antifa-Frankfurt], nachdem sich die linksextremistische Antifa gegenüber “den gegenaufklärerischen, geschichtsrevisionistischen und antisemitischen Erscheinungen während der Demonstrationen anlässlich des Gaza-Konflikts Dezember 2008 / Januar 2009″ [-> Fotodokumentation von Ortmeyer] blind gestellt hatte.
Auch der hiesige Autor und Betreiber von Schoggo-TV deckte bei der Pro-Hamas Demo in Mannheim offenen Antisemitusmus auf [-> unser Bericht auf Achse des Guten] und stellte hierzu u.a. die Gemeinderatsfraktion der Mannheimer “GRÜNEN etc.” zur Rede - bis heute schweigt sich die “Gemeinderatsfraktion von Bündnis90/DIE GRÜNEN zu Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus” zum muslimischen Antisemitismus aus [-> unser Bericht zur Mannheimer Schweigemauer].

Mannheim, den 06.10.2009, 16:37 Uhr.

Bildnachweis

-> Wikipedia - “Picture of the grave of Peter Petersen in Grossenwiehe” by Laerer

6. Oktober 2009 | Von Wilhelm Entenmann | Kategorie Mannheim & Rhein-Neckar
Tags: , , , , ,

17 Kommentare
Hinterlassen Sie einen Kommentar »

  1. Sag mal, Wilhelm, wann findet eigentlich die nächste Bücherverbrennung in Mannheim statt ? Und zum -> Autodafé würde ich auch gerne kommen. Ich bring auch Holz mit.

  2. @Gilbert

    Lasse Dein Holz mal zu Hause und bringe stattdessen einen Solargrill mit.
    Die Mannheimer “GRÜNEN etc.” verwenden wegen dem CO2 gewiss kein Holz.

  3. Gibt es schon alternative Namensvorschläge?

    Ich stelle hier mal -> Margot Honecker in den Raum. Die Frauenquote ist damit erfüllt, sie ist politisch gleichgesinnt und war mal Bildungsministerin, ist also vom Fach.

    :-)

  4. @Eichbaum

    Da verwechselst Du jetzt aber was, die Maggie Honey wird nur von “DIE LINKE” vergeben.

    Bei den Mannheimer “GRÜNEN etc.” tippe ich eher mal auf Namensgeberinnen wie in den Texten -> hier oder --> hier genannt. ;-)

    NACHTRAG zum Artikel

    Wie zu erwarten, keift man aktuell bei der tageszeitung kräftig über Peter Petersen:
    -> Reformpädagoge Peter Petersen: Der bessere Nazi.

    Beim Bayrischen Rundfunk ist dies im Januar 2008 kein Thema gewesen:
    -> Reformpädagogik: Leben und Wirken Peter Petersens.

    Zum Besuch empfohlen:

    -> Das Jenaplan Archiv.

  5. Schoggo-TV fordert in Sachen Antisemitismus von den Mannheimer “GRÜNEN etc.” endlich Konsequenzen durch konsequentes Lernen. Welch frommer Wunsch. Leider ist Lernen nicht Sache der Grünen im Allgemeinen

  6. @anaximander
    Leider ist Lernen nicht Sache der Grünen im Allgemeinen

    “Stimmt!”, das hatte ich vergessen, sind doch die -> OberlehrerInnen der “GRÜNEN etc.” wohl eher die -> Frontalpaukerpauker von einst.

  7. Ein so einfacher wie genialer Kompromiß:

    Petra-PetersenGymnasium

  8. @Faber
    Petra-PetersenGymnasium

    …womit denn auch das Gender Mainstreaming Zeugs, hier Transsexualität, abgedeckt wäre. :-)

  9. “Straferschwerend” wurde wahrscheinlich auch gewertet, dass er “unter Protest” aus der SED austrat?

  10. Die SED hätte er nun wirklich nicht verlassen dürfen. Schulen sollten nicht die Namen von Leuten tragen, die ins Lager des Klassenfeindes wechselten.

  11. @geisteswelt & Karl Eduard

    Das mit der SED sehe ich, wenn auch zynisch, ähnlich.

    NACHTRAG

    “Wir haben uns diesen Namen nicht ausgesucht, sondern geerbt”, erinnert sich Schulleiter Leichert. Weil im Norden Anfang der 70er Jahre ein Gymnasium gebraucht wurde, zogen die ersten Schüler in der Peter-Petersen-Hauptschule ein, das Gymnasium übernahm dann den Namen. Die Hauptschule ist inzwischen in der Kerschensteiner Schule aufgegangen.

    Die Nähe des Namensgebers zum Nationalsozialismus lehnt der Rektor natürlich ab, schließlich müsse man nicht Petersens ganze Pädagogik verdammen. “Sie war wegweisend, daran ist auch nichts Völkisches”, sagt Leichert. “Nicht alles, was er gesagt hat, war verkehrt.” (…)
    Eine Namensänderung bedeute aber auch einen Verlust von Tradition, betont Leichert. “Am Namen hängt ja auch ein Ruf, etwa unsere Erfolge in Mathe- und Jugend-forscht-Wettbewerben.” Auch Lutz Jahre vom Fachbereich Bildung sagt: “Wir müssen jetzt nichts vom Zaun brechen.” Wie Leichert will er die Umbenennung mit der Sanierung verknüpfen.

    Quelle: Mannheimer Morgen, 08.09.2009 - -> “Das ist doch alles ein alter Hut”

  12. Dieses Thema sollte richtig bearbeitet werden, denn wer wird schon gern von der Fam. Petersen als Arschloch beschimpft

  13. alter Hut? Ändert was!!!

  14. @Faber

    Sorry, das verstehe ich jetzt nicht.
    Gibt es Neuigkeiten in der Sache (Umbennung des Gymnasiums in Mannheim) und wen soll die Fam. Petersen als “Arschloch beschimpft” haben?

  15. Sorry, hab keine Lust die Zeit zu zerschlagen

    Gruß
    Faber

    ———————————

    EDIT am 13.03.2010 um 23:05 Uhr: ICH HABE ALLE NACHFOLGENDEN KOMMENTARE VON FABER IM FOLGENDEN ZUSAMMENGEFASST UND MÖCHTE FABER EINMALIG DARAUF HINWEISEN, DASS HIER KEINE SELBSTDARSTELLUNGSBÜHNE IN FORM VON KURZKOMMENTAREN IST. SOLLTE SICH DAS BISHERIGE KOMMENTARSTAKKATO WIEDERHOLEN, DANN WERDE ICH DIESES LÖSCHEN. W.E.

    ———————————

    Eingereicht am 13.03.2010 um 20:25

    Die Traurigkeit hat keine Grenzen

    ———————————

    Eingereicht am 13.03.2010 um 20:32

    In seinem Heimatort beeinflussen ihn seine beiden „begnadeten Dorfschulmeister“ am intensivsten. Er schreibt selbst von ihnen, dass

    sie ihm die allerbeste, grundlegende Bildung für sein Leben mitgegeben haben. Mit ihrer Hilfe bewältigte er die Lerninhalte von acht

    in nur fünf Schuljahren. Ihr Unterricht war jahrgangsübergreifend (von sechs bis 14 Jahren) und sio konnte er an den Diskussionen der

    Älteren teilnehmen und in den Pausen weiterarbeiten. Seine Lehrer gaben der unmittelbaren und tätigen Erfahrung mit Umwelt und Kultur

    den Vorrang vor Belehrung. Sie ließen den Schülern genug Zeit

    1. woher kommt diese Zeit

    2. Petersen kennt doch nur das “Hier” und “da”

    ———————————

    Eingereicht am 13.03.2010 um 20:37

    schönen Gruß auch von AMANDA

    ———————————

    Eingereicht am 13.03.2010 um 21:41

    Petersen verstand sich als Verfechter einer menschlichen, kindgerechten Alternative zu den staatlichen, streng hierarchisch

    gegliederten Schulen der Zeit. Seine Reformanstrengungen zielten auf das gesamte Schulwesen ab. Er wollte eine allgemeine, freie

    Volksschule, in der beide Geschlechter unabhängig von Stand, Religion und Begabung miteinander so lange wie möglich gemeinsam lernen.

    Die Bischöfe dürfen sich bedanken!!!

    ———————————

    Eingereicht am 13.03.2010 um 21:42

    Ich bin jetzt frei von dieser Qual

    ———————————

    Eingereicht am 13.03.2010 um 22:35

    Das Mathe Gebiet gehört “zu Freud”!!!!

    ———————————

    Eingereicht am 13.03.2010 um 22:41

    ein kleines bißchen davon zu Faber

    ———————————

    EDIT am 13.03.2010 um 23:05 Uhr: ICH HABE ALLE KOMMENTARE VON FABER ZUSAMMENGEFASST UND MÖCHTE FABER EINMALIG DARAUF HINWEISEN, DASS HIER KEINE SELBSTDARSTELLUNGSBÜHNE IN FORM VON KURZKOMMENTAREN IST. SOLLTE SICH DAS BISHERIGE KOMMENTARSTAKKATO WIEDERHOLEN, DANN WERDE ICH DIESES LÖSCHEN. W.E.

    ———————————

  16. Wer auch immer Faber sein mag: seine/ihre Art zu kommentieren, ist äußerst mühsam. Insbesondere auch für den Leser.

  17. meinen Sie mit löschen die Petersen Demenz?

    EDIT W.E. - FOLGEKOMMENTAR von Faber (gelöscht und hier eingetragen) —

    Eingereicht am 14.03.2010 um 17:14

    Gruß Amalia

    ———————————–

    Ich möchte Sie nochmals, dabei letztmalig, um klar verständliche Kommentare zum eigentlichen Thema des vorstehenden Beitrages bitten.

    Sollten Sie weitergehende Informationen zu Herrn Petersen haben, dann formulieren Sie diese bitte verständlich und mit Verweis auf Quellen.

    Wage Andeutungen bzw. hingeworfene Wörter und Sätze Ihrerseits werde ich ab sofort löschen.

    gez. W.E.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Anti-Spam Quiz: