Polizei Mannheim pleite?
Egon Manz von der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) prangert unhaltbare Zustände bei der Polizei in Mannheim an, die er vor dem Bankrott sieht, was der Mannheimer Polizeipräsident Gerhard Klotter so nicht gelten lassen möchte. Schoggo-TV hat in Zeiten leerer Kassen ein unmoralisches Angebot parat.
Bedürfnisse der inneren Sicherheit

Polizei Mannheim: Ohne Brot in Not
Bedürfnisse I. : “Wes Brot ich ess, …”
“Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral”, mahnte bereits Berthold Brecht die Tatsache an, dass der Mensch seine Grundbedürfnisse versorgt haben möchte, bevor er sich auch für andere einsetzt. Dass dabei des Menschen Loyalität jenen gilt, welche sich um ihn und seine Bedürfnisse kümmern, das wußte bereits Walther von der Vogelweide “Wes Brot ich ess, des Lied ich sing” zu künden. Scheinbar hat der Mannheimer Polizeipräsident Gerhard Klotter bislang weder Brecht noch von der Vogelweide gelesen und ist als moderne Führungskraft wohl noch nie mit der Maslowschen Bedürfnispyramide [-> Wikipedia] in Berührung gekommen. Warum auch sollte sich Klotter mit profanen Bedürnissen wie Essen oder Sicherheit beschäftigen, sagt sich der Bürger, im Notfall kann der Polizeipräsident mit seiner Dienstwaffe selbst für seine Bedürfnisse sorgen, der Bürger hingegen darf dies nicht.
Bedürfnisse II. : “Was Jupiter darf, darf der Ochse noch lange nicht.”
In der aktuellen Ausgabe der Mitgliederzeitung “Standpunkt” der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) in Mannheim [-> DPolG Mannheim] berichtet deren Kreis- und Bezirksvorsitzender Nordbaden, Egon Manz, unter dem Titel “Steht die Mannheimer Polizei vorm finanziellen Bankrott” über eine wohl leere Kasse bei der Polizei Mannheim [-> Standpunkt]: Einstellung des Schießtrainings, keine Reparatur von Dienstmotorrädern, Streichung von Fortbildungen, mögliche Einschränkungen von Streifenfahrten, Absage der Teilnahme an einer Info-Veranstaltung wegen Fahrkostenersparnis und, als Höhepunkt, die Ersparnis von 250 Euro Verpflegungskosten für 50 Beamte bei einem zehnstündigen Einsatz bei der Veranstaltung “Veterama”.
Polizeipräsident Gerhard Klotter, der von den Sparmaßnahmen bei der Polizei hart betroffen ist, nachdem die Stelle seines im Mai 2008 pensionierten Fahrers nicht mehr neu besetzt wird, weshalb er seinen Dienstwagen nun selbst fahren muss [-> GdP aktiv Mannheim], kontert in Sachen Streifenfahrten und Dienstverpflegung heute im “Mannheimer Morgen” [-> hier]: “Ermittlungsgänge lassen sich rein theoretisch auch mit der Straßenbahn machen. (…) Die Beamten haben bei einem solchen Einsatz Zeit, sich selbst etwas zu holen, sie bekommen einen Zuschuss.”
Bedürfnisse III. : “Brot für die Polizei”
“Wes Brot ich ess,..”, in Zeiten leerer Kassen ist der Bürger daran gewöhnt, dass er für sein Sicherheitsbedürfnis zunehmend selbst Sorge tragen muss, weshalb Schoggo-TV die Aktion “Brot für die Polizei” anregen möchte, bevor sich bestimmte Bevölkerungsgruppen mit speziellen Bedürfnissen die Loyalität der Polizei mit “Zuschüssen” sichern könnten.
Mannheim, den 13.10.2009, 10:25 Uhr.
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Hinweis
Neben der DPolG [-> Wikipedia] gibt es in Deutschland die Bundespolizeigewerkschaft (bgv) [-> Wikipedia] und den Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) [-> Wikipedia]. Alle drei stehen in Konkurrenz zur Gewerkschaft der Polizei (GdP) [-> Wikipedia].
Fotonachweis (für Bildmontage)
-> Wikipedia - “Brotbeutel einer westdeutschen Polizeischule von 1962″ by Mediatus
-> Wikipedia - ” Brotbeutel der Berliner Bereitschaftspolizei (1952 - 1977)” by Mediatus






Ist das nicht überall so, daß zuerst an der Sicherheit des Bürgers, dann an seiner Kultur, später an der Bildung, dann der Instandhaltung des öffentlichen Raumes usw. gespart wird? Ja, wenn das Geld nun einmal zum Wohle der Integration der Nichtintegrierwilkligen genommen werden muß, muß man sich nicht wundern.
Statt irgendso ein anonymes Afrikakind zu adoptieren, sollte man Polizisten adoptieren dürfen. Die kosten zwar mehr im Unterhalt und man müßte sie sich auch mit anderen teilen aber man hat sie gleich vor Ort und kann sich immer davon überzeugen, ob das Spendengeld gut angelegt ist, in eine neue Schutzweste oder ein funktionstüchtiges Funkgerät.
Werde Polizistenpate
wäre das was?
@Karl Eduard
Geniale Idee:
Adop’ a Cop
Schrecklich, als Kinder blickten wir zu “Schutzmännern” auf, ja selbst als Jugendliche hatten wir auf Demos vor den dortigen “Bullen” (trotzdem) Respekt und heute, als Rentner in spe, möchte man sich zukünftig fast nicht mehr von Polizisten über die Straße begleiten lassen, weil die einem den Donut klauen könnten.
Da läuft etwas ganz schrecklich falsch… .
Wie wärs mit Miete? Rent a Cop oder ein ganzes Corps…
@anaximander
Wie wärs mit Miete?
Lease the Police?
Ich sehe da gar kein Problem. Der Bundestag braucht doch nur ein Gesetz zu beschließen, das den bösen Jungs (und Mädchen) verbietet, mit Autos vom Tatort zu flüchten. Dann müssen die auch den Bus nehmen, und die Polizei hat eine Chance.
Weiteres Einsparpotential ist eine spätere Pensionierung der Beamten. Ich sehe schon die Kontaktanzeigen im Mannheimer Morgen vor mir: “Polizist, 66/180/92, sucht Ganoven bis 72 Jahre für gelegentliche Verfolgungen.”
Demnächst soll sich aber eine Parlamentariergruppe der Sache annehmen. Wegen des Geldmangels will man aber etwas sparsamer als sonst sein und die Verpflegung diesmal bei ->dieser Dönerbude ordern.
platsch quatsch , innere sicherheit.
wichtig ist , pixibücher und überhaupt alles korrekt durchgendern.
und genderexpertin für nepal gesucht - vom cim.
und das schwule und nachtblinde einen eigenen grundgesetzschutzparagraphen bekommen.
und schwulinnen und gelangweilte staatsanwältInnen und überhaupt
pfht , ihr habt sorgen ….innere sicherheit ….
womöglich regt ihr euch demnächst noch über totgesparte gesundheitssysteme auf , wa?
es gibt wichtigeres ! glauben wir denen !
@ostseestadion
es gibt wichtigeres !
Stimmt! Etwas stimmt hier nicht, man beachte die Schizophrenie” -
zweimal FOCUS, zwei Meldungen, ein Thema:
1. -> Frankfurter Buchmesse: Merkel mahnt zur Meinungsfreiheit.
2. -> Thilo Sarrazin: Bundesbank zieht erste Konsequenzen.
Schizophrenie ist wohl nur eine der (richtigen) Bezeichnungen für das, was da abläuft. Wer seinen Job mehr als beschissen macht und Milliarden über Milliarden mit kriminellen Mitteln in den Sand setzt, wie derzeit wieder die HSH-Bank, kommt mehr oder weniger kritiklos, aber zumindest unbeschadet davon, wer seinen Job anscheinend ganz gut macht und lediglich darauf hinweist, wie die Volksbetrüger die Milliarden an bestimmten Stellen in den Sand setzen, kann sicher sein, abgestraft zu werden.
Übrigends trötet die gesamte bundesdeutsche Qualitätspresse heute Morgen ihre nahezu einheitliche Version von Meinungsfreiheit in Deutschland in die Welt. Zusammengefasst: jeder darf hier privat seine eigene Meinung haben, eine Äußerung kann aber jederzeit beruflich-funktionell aufgefasst werden, so dass der Betroffene zu Recht für seine private Meinung abgestraft werden kann. Oder mal einfacher ausgedrückt: freie Meinungsäußerung nur noch für Hartz-IV-Empfänger. (Quelle: DLF-Presseschau)
@Gilbert
so dass der Betroffene zu Recht für seine private Meinung abgestraft werden
Solches ist mir gestern Abend auch durch den Kopf gegangen, als ich die öffentliche Zurschaustellung von Thilo Sarrazins Degradierung und die ausgesuchten Reaktionen von Bürgern verfolgte, was ich dann auf eine von Maos Weisheiten zurückgeführt habe:
Bestrafe einen, erziehe hundert..
einfacher ausgedrückt: freie Meinungsäußerung nur noch für Hartz-IV-Empfänger
Das lässt sich auch umkehren:
“Wenn Du eine uns unerwünschte Meinung äußerst, dann landest Du im Hartz-IV-Bezug.”
ERGÄNZUNG 1
Die Zeitung JUNGE FREIHEIT veröffentlichte heute einen längeren Artikel über den Zustand der deutschen Polizei:
Hinweis: Die JUNGE FREIHEIT ist eine rechtskonservative Zeitung. Mitlesende Polizistinnen und Polizisten sollten den obigen Artikel nur von ihrem privaten PC zu Hause und/oder über einen anonymisierenden Proxy aufrufen.
ERGÄNZUNG 2
Sendung des TV-Magazins KONTRASTE vom 01.10.2009:
“Blinder Hass – brutale Gewalt gegen Polizisten nimmt zu”, -> Link.
Dort auch das Video zur Sendung.
Das Video zur Sendung (8:49 Min.) gibt es auch bei -> YouTube.