Dissonantes Kopfweh

Stephan Kramer vom Zentalrat der Juden in Deutschland fordert Solidarität mit Muslimen und bereitet damit unserem Kampfkuschler Walther total Kopfweh, denn wegen Mahmud Ahmadinedschad im Iran und den Palästinensern und Juden in Israel will die Lessingsche Ringparabel plötzlich nicht mehr aufgehen. Walther verzweifelt an einer Logik, welche so wohl nur Juden zu verstehen mögen.

Juden demonstrieren gegen Mahmud Ahmadinedschad

Solidarität weil kein “Ehrenmord”?

Also der Stephan J. Kramer ist ja nun der Generalsekretär vom Zentralrat der Juden (ZdJ), der mit seinen ca. 120.000 Mitgliedern zwar nur 0,15 % der Bevölkerung in Deutschland vertritt, aber trotzdem einen großen Einfluss auf die deutsche Politik hat, obwohl er vom deutschen Volk nicht demokratisch gewählt worden ist. Der Wilhelm sagt immer, dass die deutsche Regierung reflexartig stramm steht, selbst wenn der ZdJ nur pubst.
Ja und der Stephan Kramer hat sich jetzt als Jude für Solidarität mit Muslimen ausgesprochen [1], nachdem es in Dresden einen dieser Messermorde gegeben hat, der aber ausnahmsweise mal keiner von diesen vielen “Ehrenmorden” gewesen ist, bei welchen Muslimas in Deutschland erstochen werden, weil sie frei vom Islam leben wollen [2]; was möglicherweise auch erklärt, warum die Muslime ausnahmsweise öffentlich voll angefressen sind und von “Islamophobie” reden, gegen welche die Bundesregierung jetzt wohl reflexartig etwas tun müsse [3, 4].
Letzte Woche hat der Stephan Kramer dann auch gemeinsam mit Vertretern der beiden anderen abrahamitischen Religionen dem Ehemann der in Dresden ermorderten Muslima am Krankenbett kondoliert [5], was mich total an die Ringparabel von Lessing über die Toleranz der Religionen untereinander erinnerte, die uns unsere Lehrerin Frau Zickendraht-Frommherz beim letzten islamischen Zuckerfest in der Schule erzählt hat. Toll, alle drei Religionen vereint gegen Morde an Andersgläubigen; bestimmt haben sich die auch über Christenmorde und “Christianophobie” in der Türkei [6] unterhalten.

Das Kreuz mit der Ringparabel

Aber irgendwie habe ich jetzt ein Problem mit der Ringparabel, wenn ich der Forderung von Stephan Kramer nach Solidarität mit Muslimen reflexartig und unreflektiert Folge leisten sollte.
Im Iran herrscht ja nun dieser Mahmud Ahmadinedschad, welcher eine ähnliche demokratische Legitimierung durch das Volk besitzt, wie sie wohl auch der Stephan Kramer inne hat. Ja und der Mahmud Ahmadinedschad hat jetzt in ein ähnliches Horn gestossen und über den Mord in Dresden ganz arg geschimpft [7].
Eigentlich kennt man den Mahmud Ahmadinedschad wegen seinen Äußerungen über Israel und die dortigen Juden, welche den Palästinensern Platz machen und samt ihrem Staat von der Landkarte verschwinden sollen. Immer wenn sich die Israelis mit den Palästinensern klopfen tun, dann haut der Mahmud Ahmadinedschad ganz dolle drauf, weil ja nun die Palästinenser Muslime sind und deshalb von den Juden ermordert werden würden, was mich so aber an den “islamophoben” Mord von Dresden erinnert, wegen dem der Stephan Kramer Solidarität mit den Muslimen gefordert hat.
Muss ich mich jetzt bei der nächsten Pro-Palästinser-Demo in Mannheim [wir berichteten -> hier] als solidarisch mit den Muslimen beweisen, indem auch ich Hakenkreuze zeige und “Tod Israel!” schreie? Also irgendwie macht mir der Stephan Kramer vom Zentralrat der Juden, der ja nun gewiss auf Seiten von Israel und den dortigen Juden stehen dürfte, total Kopfweh.

Mannheim, den 13.07.2009, 20:00 Uhr.

Links auf Quellen

[1] Deutsche Welle - Solidarität mit Muslimen

[2] sueddeutsche - Ein Vater ersticht seine 15-jährige Tochter: Und plötzlich hörte sie Popmusik

[3] Welt Online - Rat der Muslime: “Marwa wurde aus Hass auf Muslime erstochen”

[4] Spiegel Online - Dresdner nehmen Abschied von getöteter Ägypterin

[5] Sächsische Zeitung - Die Trauer ist groß, aber der Zorn soll es nicht werden

[6] Spiegel Online - Christenmord in der Türkei: “Tilman war kein aggressiver Missionar”

[7] stern.de - Nach Mord an Ägypterin : Ahmadinedschad hetzt gegen Deutschland

Bildnachweis

[A] Wikipedia - “Mahmoud Ahmadinejad at Columbia 1″ by David Shankbone

13. Juli 2009 | Von Kampfkuschler Walther | Kategorie Gesellschaft & Soziales
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16 Kommentare
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  1. Völlig logische Reaktion. Wenn irgendetwas auch nur im entferntesten geeignet ist, Deutschland oder den Deutschen ans Bein zu pinkeln, ist der ZdJ dabei. Hier nach dem Motto “der Feind meines Feindes ist mein Freund”, auch wenn letzteres nicht stimmt. Der ZdJ würde vermutlich sogar eigenmündigst sämtliche Schweineschnitzel- und -bratenvorräte auffressen, wenn er einem Deutschen damit schaden könnte.

  2. @Gilbert

    “Stimmt!”…, so muss ich dies zu meinem Bedauern inzwischen auch sehen.
    Ein dicker Ordner mit (hier) unveröffentlichten Briefen und Emails kündet in meinem Regal davon.
    Letzte Woche konnte ich die Akte -> “Mannheimer Schweigemauer” mit einem langen Brief der Staatsanwaltschaft abschließen - auf einen (abschließenden) Bericht habe ich verzichtet.
    Ich habe in sechs Monaten vieles zu akzeptieren lernen müssen, das ich vorher nicht zu glauben…., nicht einmal zu denken bereit gewesen bin.
    …und doch würde ich wieder so handeln, egal gegen wen öffentlich gehetzt wird, ich würde nie schweigen.

    Mmmh…, wie aber erkläre ich unserem neunjährigen Walther die Haltung von Stephan Kramer vom Zentralrat der Juden, vor allem aber, dass die 120.000 Mitglieder des ZdJ schweigen.
    Der Hinweis, dass dies nur die Haltung des ZdJ sei, ist nicht befriedigend.
    “Wer schweigt, der stimmt zu,” so hat man es uns beigebracht und so habe ich es auch den Walther gelehrt., was ihm jetzt voll Kopfweh macht.

  3. Es gibt überall verschiedene Fraktionen, auch in jüdischen Kreisen. Einige, leider besonders in der jüngeren Generation, scheinen ziemlich militante Rassisten zu sein, wobei das schwerpunktmäßig wieder (wie immer) damit zusammen zuhängen scheint, dass eine kritische Masse, die sich von der Umgebung absondern kann, erreicht wird. Wie anderswo wirkt da offenbar die religiöse (und rassistische) Gehirnwäsche, die nicht weniger wirksam ist wie in anderen Religionen.

    Andernorts gibt es nicht wenige, die einfach nur in Ruhe ihr Leben leben wollen, die keine Lobby in den Medien haben (wie der ZdJ) und die zahlenmäßig einfach zu wenige sind, dass ein Nichtschweigen irgendwo Sinn macht oder auffällt. Ich kenne so den einen oder anderen, der sein jüdisches Outcoming sehr sehr vorsichtig und nur bei Leuten praktiziert, von denen er weiß, dass sie ihn nicht in einen Topf mit den anderen werfen.

  4. [...] jüdischen Kreisen. Einige, leider besonders in der jüngeren Generation, scheinen ziemlich militante Rassisten zu sein,

    Na ja??? Wenn ich in Israel leben müßte, würde ich auch Araber-Hasser werden. Hat was mit Resonanzen zu tun. Übrigens ist Kramer überhaupt kein Jude. Er konvertierte als Volksdeutscher in diese Religion, hat also selber das NAZI-Gen in sich. Kramer wirkt auf mich auch deshalb “deutscher”, als er es wahrscheinlich selber wahrhaben will. Politisch korrekt steht er Seite an Seite mit der Antifa (die zeitgenössische SA) gegen Rechts, wie sie es immer sagen, hält aber bei Migrantengewalt gegen Juden (ja auch wieder in Deutschland möglich) fein penibel die Klappe. Eigentlich geht Kramer konsequent den Weg des geringsten Wiederstandes und stets bedacht möglichst hohe Wellen dabei zu schlagen. Im BRD-Wertesystem wird aber diese Masche nicht als “rassistisch” gesehen, sondern als erstrebenswert “links” definiert.

  5. @Gilbert
    Ja, die löblichen Ausnahmen, welche eine Verallgemeinerung verbieten, weil unmöglich machen; glücklicherweise gibt es diese immer (wieder), weshalb man ja nicht von Kollektivschuld reden und keine Generationen übergreifende Verantwortung einfordern darf.
    Es gibt auch solche, welche ihre eigene Gruppe kritisieren und deshalb mit Konsequenzen rechnen müssen und/oder totgeschwiegen werden (Anmerk.: In meinem besagten Ordner bfindet sich auch eine Email einer prominenten Jüdin, welche behauptet, dass der Mannheimer Morgen ihre Warnung vor islamischen Antisemitismus in Mannheim aus einem Interview geschnitten habe. Es gibt übrigens auch die -> Union progressiver Juden in Deutschland). Aufmucken und Widerstand sind also möglich!

    Meine Kritik bezieht sich konkret auf jene Verbände und Personen (ZdJ in Berlin, Jüdische Gemeinde in Mannheim, Ralph Giordano in Köln) mit welchen ich Kontakt hatte und die sich nun ausschwiegen.
    Personen und Verbände, welche sonst das hohe Lied von “Nie wieder!” anstimmen, dies auch ganz laut tun, wenn es um Rechte (=Deutsche) geht, aber bei Muslimen das Maul halten.
    Die Mitglieder dieser Verbände könnten ihre Stimme erheben. Selbst in Deutschlands dunkelsten Zeiten gab es solche Menschen.

    Hinter verschlossenen Türen im Rathaus wurde mir angedeutet, dass man dies Problem (islamischer Antisemitismus in Mannheim) auch sehe, aber nicht thematisieren wolle, da man eine Eskalation und Übergriffe auf Juden befürchte. Ein Imam würde beruhigend auf die Leute einwirken.
    Ich habe das so interpretiert, dass man die Klappe hält, sobald mit Gewalt zu rechnen ist.
    In Mannheim hat die jüdische Gemeinde jedoch den Schneid, sich am Aktionsbündnis gegen Rechts zu beteiligen (Bericht -> Mannheim gegen Rechts). Muss man denn bei den Rechten nicht auch mit Gewalt rechnen, wenn man die Klappe aufmacht? Gibt es überhaupt gefährliche Rechte in Mannheim, wenn man diesen “Mut” beweisen kann?
    Als die Sache mit dem Holocaust-Leugner Bischof Richard Williamson hoch gekocht ist, hat die kath. Kirche in Mannheim eine Hotline eingerichtet und der Freiburger Erzbischof machte in der hiesigen Synagoge Kratzfüße (Bericht -> Hotline Mannheim), während der Imam nur beruhigend auf seine Leute eingewirkt haben soll.

    Sorry, hier stinkt etwas gewaltig und ich hatte nun einmal das Pech, dass ich in diesen Misthaufen reingetreten bin, dabei dazu neige (widersprüchlichen) Dingen auf den Grund zu gehen und eben nicht zu schweigen.
    Dass ich jetzt im Rathaus (Anmerk. ich habe meine inoffiziellen Kanäle) und einigen politischen Kreisen (Anmerk. ich erfahre in letzter Zeit immer öfters, wo und von wem mein Namen in Mannheim “gehandelt” wird) den schwarzen Peter habe und als Böser gelte, nur weil ich getan habe, zu was man mich Zeit meines Lebens “erzogen” hat und was von uns Deutschen durch (die meisten) Juden immer wieder gefordert wird…, denk’ Dir Deinen Teil.

    Oh, ich lese gerade: -> Gaza-Veteranen werfen Israel brutale Kriegsführung vor, da werde ich jetzt wohl irgendwo meine Solidarität mit Muslimen ausdrücken müssen, weil der Herr Stephan Kramer vom ZdJ dies so wünscht.

  6. @geisteswelt: nur zur Klarstellung: ich spreche nicht von Israelis, ich spreche von (jüngeren) Juden in Deutschland, speziell in Berlin, für die engere Freundschaften oder gar Liebesbeziehungen/Ehen mit Nichtjuden unter keinen Umständen in Frage kommen. So etwas wurde mit steigender Tendenz z.B. in National Geographic recherchiert. Interessantes zweites, dort erwähntes Feindbild: osteuropäische Juden, weil arm und der reichen Gemeinde auf der Tasche liegend. Ein Konvertit zum Judentum ist im Übrigen kein Jude, sondern hat nur den jüdischen Glauben angenommen (und besitzt damit etwa den Status eines Marranen der Reconquista-Zeit).

    Ich weiß nicht, wie du so was nennst, für mich ist es Rassismus.

    Israel ist ein anderes Thema, das wir hier besser nicht aufbrühen sollten.

  7. Israel ist ein anderes Thema, das wir hier besser nicht aufbrühen sollten.

    Warum eigentlich? Angst vor dem eigenen Affekt?

  8. Nein. Aber das Thema haben wir hier und andernorts schon mehrfach durchgespielt, wobei bezüglich der Faktenlage eine - sagen wir mal: recht große Betriebsblindheit in einigen Blogs herrscht. Was hier angeprangert wird - konsequentes Wegschauen und Schönreden - wird von den gleichen Kritikern in Bezug auf Israel selbst recht großzügig praktiziert.

    Ich mag weder solche Inkonsequenzen noch die sich daraus entwickelnden faktenignorierenden ideologischen Diskussionen. Wenn ich auf so was stehen würden, könnte ich ja gleich zu den Grünen gehen.

  9. @Gilbert: Gut ok, ich muß nicht alles verstehen. Was mich aber offen gesagt stört ist Deine Aussage, dass es Rassismus wäre, wenn man sich einen Ehepartner wünscht, der derselben Religion angehört. Man kann nämlich Deine Aussage von oben auch so formulieren, wie ich es tat, und man merkt dann, dass Deine Schlüsse aus dem Sachverhalt nicht folgerichtig sind. Es ist nämlich so, dass es jedem seine völlige Privatsache ist, wen er heiratet oder nicht! Und auch klar ist, dass je religiöser ein Mensch ist, desto eher er sich nur eine Partnerschaft vorstellen kann, die mit dem “Lebensgefühl” seiner Religion harmoniert.

    Ich verstehe nicht, wie Du da “Rassismus” hineinbringen willst. Es gibt sicher so eine Vorstellung von “Antirassismus”, die den Menschen zwingen will ihm zu folgen und auch eben Gewalt nicht Tabu ist (siehe Antifa). Das ist aber keine richtige Auffassung von den Menschenrechten, wie sie mal gedacht worden sind, sondern führen letzlich zum genauen Gegenteil von ihnen.

    Auch ist es kein Rassismus, wenn Alt-BRD-Juden jetzt neuen Einwanderen unsachliche Vorwürfe machen. War bei den Spätaussiedlern genau so. Da sie aber Deutsche waren, ist so etwas eben auch kein Rassismus, sondern Dummheit. Auch heute noch wird so viel Müll über OST-Deutsche in den Medien verbreitet. Aber ich würde da nicht den Rassismusbegriff anwenden. Warum also diesen Begriff für eine jüdische Binnendiskussion verwenden?

    Ich habe den Eindruck, Du konstruierst eben Scheinvorwürfe gegen Bürger jüdischen Glaubens. Damit es aber politisch korrekt bleibt, muß man den Begriff “Rassismus” verwenden, weil es sonst auf einen selber zurück fallen würde. Vordergründig ist es klangvoll. Wenn man aber mal näher darüber nachdenkt, dann merkt man, wie scheinlogisch das ist. Oder willst Du wirklich den Menschen vorschreiben, wen sie zu heiraten hätten?

  10. @GeistesWelt
    Rassismus ist selbstverständlich ein starkes Geschütz, gerade wenn es gegen Juden aufgefahren wird.

    Aber ich glaube Gilbert insofern zu verstehen, als dass ich mich an den Film eines jüdischen Filmemachers erinnere (-> Uri Schneider “Hochzeiten mit Hindernissen”*), in welchem dieser aufzeigt, dass Rabbis in Israel den Brautpaaren den Segen verweigern, wenn beide ihre jüdische Abstammung (per Blut!) nicht nachweisen können. Gleichzeitig schreibt der Staat Israel aber eine Trauung durch einen Rabbi vor.

    * = Alle anderen Artikel sind inzwischen aus dem Netz verschwunden!

  11. @geisteswelt: wenn ich das so lese, sind wir schon fast genau da angekommen, was ich an Diskussionen über Israel so mag und beschrieben habe: heile Welt und Verharmlosung, sobald es um Juden geht. Wenn jüdische junge Menschen von sicht aus kategorisch jeden näheren Kontakt mit Nichtjuden ablehnen, ist das nur ein berechtigter Wunsch nach Harmonie, wenn ein Christ oder Muslim so denkt, ist er ein Rassist. Der Vorteil bei solchen Diskussionen ist, wie du ja auch ins Feld führst, dass ‘Rassismus’ ein sehr dehnbarer Begriff ist, was es erleichtert, ihn so anzuwenden, wie man ihn gerade braucht.

    Grundsätzlich sind alle abrahamischen Religionen Rassismus und Totschlag aus niederen Gründen pur. Wenn man sich die sogenannten ‘heiligen Bücher’ anschaut, verblasst da jeder Horrorschocker ob der dort dargestellten Mordgeschichten, und man sollte sich ernsthaft fragen, wieso man die meisten Bücher nicht mit der Begründung ‘menschenverachtendes und zum Rassenhass aufforderndes Buch’ verbietet. ‘Religiöse Menschen’ sind eben nur besonders gut auf diese Gehirnwäsche reingefallen. Beim Thema Islam findet man kaum Widerspruch bei solchen Sprüchen, aber beim Judentum !? Dabei braucht man sich eigentlich nur die Geschichte anzuschauen: 2.000 Jahre hat die Gehirnwäschemaschine hervorragend funktioniert, und das unter den denkbar widrigsten Umständen.

    Wenn das nicht nur ein Kommentar wäre, könnte ich an der Stelle noch eine ziemlich lange Zeit weitermachen. Mir persönlich ist das ziemlich egal, ob einer Jude, Muslim oder Christ ist oder sich aus relgiösen Gründen von seinem Kanarienvogel auf den Kopf kacken lässt - solange er das bei sich zu Hause macht und nicht etwas daraus konstruiert, andere Menschen allein aus diesen Gründen abzulehnen und sich überlegen zu fühlen. Und von der Sorte gibt es auch unter den Juden einige, was aber nicht bedeutet, dass das eine Generalkritik gegen alle Menschen jüdischen Glaubens ist, wie einem bei solchen Gelegenheiten immer geich unterstellt wird.

  12. Hallo in die Runde,

    also ich bekomme auch immer disson. Kopfweh,vor allem beim Lesen,spannende Lektüre:
    http://www.detlev-mahnert.de/deutsch.html oder :
    http://www.gabriele-kuby.de/wortmeldungen/gender-mainstreaming/

    Schöne Woche euch Allen

  13. @Gilbert: Man sollte im kleinen Kreis nicht versuchen, die Probleme dieser Welt lösen zu wollen. Das klappt nicht, aber mal nachfragen wie einer was überhaupt meint, sollte doch ok sein? Bringt auch einen persönlich weiter? Ich denke nicht, dass man religiöse Menschen als brainwashed bezeichnen kann. Das drückt keine sehr hohe Achtung gegenüber einer persönlichen Lebensentscheidung aus. Eigentlich ist es so, dass fundamentale Christen und Juden eben keine Gefahr für Nicht-Gläubige darstellen. Bei Muslimen ist es leider so, dass eben doch gegenüber Nicht-Muslimen Gewalt praktiziert wird. Deshalb ist der Islam in der Kritik. Wie also willst Du alle drei Religionen über einen Kamm scheren? Warum schränkst Du aber Dein hartes Urteil dann wiederum nur auf Relgionen ein? Gibt es nicht andere Weltanschauungen, atheistischer Natur, die ebenso gefährlich werden, wenn sie eben kein Respekt vor Gewissensentscheidungen und Individualität haben? Das wäre eine fundamentale Kritik gegenüber Gruppenzwang.

  14. @geisteswelt: Christliche und jüdische Fundis keine Gefahr ? Ich bitte dich ! Vor knapp 200 Jahren haben die Christen hierzulande auch noch andersdenkende Menschen einfach als Ketzer verbrannt, und dem Zionismus und dem puritanischen Fundamentalismus a la George Bush verdanken wir doch das Meiste der Kacke, die auf der Welt vor sich hindampft. Im Zusammenhang mit dem Zionismus sei mal an eine in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstandene Tora-Interpretation aus 3 Stellen erinnert, die Nichtjuden kurzerhand den Menschenstatus aberkannte, was moralisch das Totschlagen anderer Menschen ungemein erleichtert (es sich nur relativ wenige, die tatsächlich so gedacht haben und vermutlich noch denken, aber sie gibt es, und sie haben verdammt viel zu sagen).

    Mit einer religiösen Idee a la Nächstenliebe im Christentum kann man sich durchaus seriös beschäftigen und eine Lebensentscheidung daraus machen. Die religiöse Organisation ist nichts anderes an Brainwash. Die Konstruktion ist einfach genial: ein einzelner Gott, zu dem nur ein paar auserwählte Zugriff haben, und alle anderen hängen von diesen ab. Es gibt in keiner der drei Religionen eine Möglichkeit, sich mit Gott auf persönlicher Basis ohne Mitwirkung der Priester auseinander zusetzen. Wer dem weltlichen CEO nicht gehorcht, landet in der Verdammnis (bzw. wird vom CEO direkt auf einer Abkürzung dorthin expediert). Wie genial die Konstruktion ist, zeigt sich auch in der Frühgeschichte des auserwählten Volkes: immerhin hat sie sich erfolgreich gegen Menschenopfer aus der eigenen Familie durchgesetzt (diverse AT-Stellen), wobei Letzteres ja wohl unzweifelhaft ein verdammt mächtiges individuelles religiöses ritual ist.

    Insofern liegst du mit dem vorletzten Satz total daneben. Gerade Religion ist alles andere als Individualität und Gewissensentscheidung, und der Unterschied in der Gefährlichkeit von Religiösen und Atheisten ist, das erstere gesteuerte Marionetten sind, während letztere tatsächlich nur auf individueller Basis versuchen können, Unfug zu veranstalten (was manchmal sogar gelingt).

    Ich habe nicht nur keine hohe Achtung vor mehr oder weniger fundamentalistischen (sic) Lebensentscheidungen, ich habe überhaupt keine Achtung vor solchen Leuten. Wer mit kritischem Denken und moderner Technik aufwächst und trotzdem beispielsweise den Schweinefleisch-Unfug ernst nimmt, der nachweislich nur lokalen Sinn gemacht hat, und bei all den latenten Widersprüchen zwischen Realität und Religionswahn letzterem den Vorzug gibt, ist für mich nichts anderes als ein Spinner.

  15. Ach, Gilbert, sind wir jetzt wieder beim Gott Baal und der Vielgötterei angelangt? “Wie genial die Konstruktion ist, zeigt sich auch in der Frühgeschichte des auserwählten Volkes: immerhin hat sie sich erfolgreich gegen Menschenopfer aus der eigenen Familie durchgesetzt (diverse AT-Stellen), wobei Letzteres ja wohl unzweifelhaft ein verdammt mächtiges individuelles religiöses ritual ist.”

  16. Ich weiß zwar nicht, wie du nun diesen mentalen Haken geschlagen hast, aber mal abgesehen von Abraham nimmt das Buch Mose ziemlich deutlichen Bezug auf Menschenopfer, und zwar auch in der eigenen Familie (5. Mose 12,31). Im Buch 2. Könige 3,27 wird ebenfalls auf diese Praxis Bezug genommen, und dann war da noch ein gewisser Jephtah (Richter 11,29), der seine Tochter opfern wollte, wie überhaupt im Buch Richter das Thema mehrfach auftritt. Mit ein bischen Suchen findet man bestimmt noch mehr Stellen. Es handelt sich also wohl durchaus um eine übliche religiöse Praxis, die einer herrschenden Priesterkaste nicht genehm sein kann, da solch “mächtiger Zauber” mit Sicherheit den direkten Wegn an ihnen vorbei zu Gott freigeschaufelt. Dass sie das nun nicht gerade aus Menschenfreundlichkeit verboten haben, geht wohl aus den diversen Mordlisten der Könige (McBeth ist da ein Waisenknabe gegen) und den lustvoll beschriebenen Niedermetzelungen anderer Völker im damals (wie heute) bereits vorher von anderen bewohnten “gelobten Land” eindeutig hervor. In der Tat sehr lustige Werke, diese “heiligen Bücher”.

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