Sultan Ulusoy vor Gericht in Mannheim
Die Mannheimer Einzelkandidatin Sultan Ulusoy muss die Druckerei Uyan in Mannheim für die Erstellung des Fotos bezahlen, welches die Bundestagskandidatin für ihre bunten Wahlplakate verwendet hat. Nach einem vor Landgericht Mannheim getroffenen Vergleich kann die türkischstämmige Ulusoy bis kommenden Dienstag 17 Uhr entweder die Nutzungsrechte an dem Lichtbild für 2.000 Euro bei der Firma Uyan Druck erwerben oder aber muss bis dahin die ca. 1.700 Plakate abhängen bzw. zumindest das darauf verwendete Foto überkleben. Die Vereinbarung bezieht sich dabei auch auf das im Internet und auf Flyern verwendete Foto. Sollte die Kandidatin dem nicht nachkommen, dann würde eine Vertragsstrafe von 3.000 Euro fällig werden.
Schoggo-TV war im Gericht und brachte ein Video mit, damit sich die Mannheimer Wählerschaft einen Eindruck über die Kandidatin Sultan Ulusoy machen kann, welche mit einem “Suche bei Dir selbst” um unser aller Vertrauen wirbt.
“Was Du suchst, findest Du in Dir selbst, nicht in Jerusalem, nicht in Mekka.”
[-> Hadschi Bektasch]

Sultan Ulusoy, Mannheim: Suche bei Dir selbst - www.sultanulusoy.de
In Mannheims heiligen Hallen
Vor allem Vertreter der regionalen Presse (Mannheimer Morgen, Rheinpfalz, Bild Zeitung Rhein-Neckar) und von Radio (SWR4) und Fernsehen (RNF), aber auch der türkischen Zeitung Zaman [-> Wikipedia], welche von Personen aus dem Umfeld des islamischen Predigers Fethullah Gülen [-> Wikipedia] betrieben werden soll, suchten und fanden gestern ihren Weg in den Saal 5 vom Landgericht Mannheim, wo der Wahlkampf von Sultan Ulusoy (41) seinen vorläufigen Höhepunkt gefunden hat.
Aber auch Schoggo-TV pilgerte in die heiligen Hallen der Justiz, um sich vor Ort ein persönliches Bild von dem Menschen und der Alevitin [-> Wikipedia] Sultan Ulusoy machen zu können, welche als Kandidatin mit einem charmanten Lächeln auf dem Foto ihrer Wahlplakate um unsere Stimme als Wähler wirbt - eine Wählerstimme, die, sollte die Kandidatin 10% der Stimmen erhalten, Frau Ulusoy 2,80 Euro Wahlkampfkostenerstattung einbringen würde. Vor vier Jahren entsprachen 10% ca. 14.300 Stimmen, ergo 40.000 Euro - es ging uns nicht nur um unser Vertrauen, sondern auch um eine Menge Geld, das wir als Wähler von Sultan Ulusoy eben dieser so schenken würden.

Wahlplakat Sultan Ulusoy in Mannheim
Die Suche nach dem Gesicht hinter dem geliehenen Lächeln
Das Landgericht Mannheim musste am gestrigen Freitag über die einstweilige Verfügung gegen die türkischstämmige Einzelkandidatin Sultan Ulusoy entscheiden, welche die türkische Druckerei Uyan [-> UYAN Druck & Design] beantragt hatte und eigentlich schon letzten Freitag entschieden werden sollte, aber wegen Terminproblemen von Ulusoys Anwältin, der ehemaligen Mannheimer SPD-Gemeinderätin Aynur Özcan [-> Mannheimer Morgen], um eine Woche verschoben worden war. Nach einer durch mehrere Unterbrechungen in die Länge gezogene Sitzung sah es das Gericht schnell als erwiesen an, dass die Firma Uyan Druck das Foto erstellt hat, welches Sultan Ulusoy auf ihren Wahlplakaten und Flyern sowie auf ihrer Homepage verwendet und damit gegen das Nutzungsrecht verstösst, da sie die Kosten für die Fotoarbeiten in Höhe von 600 Euro nicht beglichen hat. Die geschätzten 1.700 Plakate, welche inzwischen im Mannheimer Wahlkreis hängen [-> Mannheimer Morgen], ließ die Bundestagskandidatin Ulusoy dann mit dem Foto der Uyan Druck & Design bei einer anderen Druckerei anfertigen. Auch wenn sich Frau Ulusoy gegenüber den vom Medienrechtler Martin Kuhr [-> RESMEDIA] für die Firma Uyan Druck vorgetragenen Fakten uneinseinsichtig zeigte, so kam es doch zum bereits oben berichteten Vergleich mit dessen Deadline am kommenden Dienstag um 17 Uhr.

Sultan Ulusoy im Interview
Nachdem die Bundestagskandidatin Sultan Ulusoy, für die das größte Ritual Arbeiten sein soll, Anfang September mit einem Vollstreckungshaftbefehl wegen einer offenen Geldstrafe (Mietschulden und Arztrechnung) [-> Bild Rhein-Neckar] verhaftet und, nach Zahlung ihrer Schulden, kurz darauf wieder freigelassen worden war, nun dieser Vergleich, welcher dem restlichen Wahlkampf der friedensbewegten Deutschtürkin nicht gerade positive Werbung verschaffen dürfte.
Im Landgericht anwesend auch die Buchhalterin Monika Schönell, welche gegenüber dem Rhein-Neckar-Fernsehen RNF erklärte [-> RNF Video], dass Frau Ulusoy ihr über 4.500 Euro schulde, die aus der Tätigkeit von Frau Ulusoy als Geschäftsführerin des türkischen Beratungsbüros TDB in Schwetzingen im Jahr 2005 [-> Schwetzinger Zeitung] stammen sollen, als die jetztige Einzelkandidatin noch aktives Mitglied der SPD Heidelberg gewesen war [-> RNF Video] - eine Tätigkeit, welche Frau Ulusoy bislang nicht im Lebenslauf auf ihrer Homepage aufführt [-> Sultan ULUSOY](!).
Nach der Gerichtsverhandlung kam es zum Eklat, als sich die Alevitin und Kommunikations-Journalistin Sultan Ulusoy dem Sunniten und Diplom-Medieninformatiker Oral Uyan stellen musste, und diesem dabei vorwarf, dass die Firma Uyan Druck den alevitischen Geistigen Hadschi Bektasch beleidigen bzw. angreifen würde, wenn man ihre Plakate herunterholen wolle, hat sich doch Ulusoy ihren Slogan “Suche bei Dir selbst” bei Hadschi Bektasch entliehen.
Walther meint: “Ob Sultan Ulusoy so nun noch 10% plus x Stimmen in Mannheim finden wird, dies bleibt ungewiss… . Gewiss wird es jetzt eines ganz ganz großen Rituals bedürfen.”
Mannheim, den 19.09.2009, 00:30 Uhr.
Bisherige Artikel über Sultan Ulusoy bei Schoggo-TV
-> Schoggo-TV - 31.08.2009 - Sultan Ulusoy Kandidatin aus Mannheim bei der Bundestagswahl 2009
-> Schoggo-TV - 02.09.2009 - Sultan Ulusoy als Kandidatin für SPD in Mannheim eine Gefahr
-> Schoggo-TV - 03.09.2009 - Sultan Ulusoy verhaftet
-> Schoggo-TV - 05.09.2009 - Sultan Ulusoy Skandal-Einzelkandidatin aus Mannheim bei Bundestagswahl
-> Schoggo-TV - 10.09.2009 - Video von Sultan Ulusoy im Fernsehen





Lieber Wilhelm Entenmann,
Ihre Berichte und Kommentare bez. S. Ulusoy sind einfach super und treffsicher! Größter “Reschpekt” vor Ihnen, dass sie in so relativ kurzer Zeit recherchieren, aktualisieren und auch noch die entsprechenden Hinweise und das Video im obigen Artikel bewerkstelligen konnten! Finden wir einfach KLASSE! :-)) Schade, dass wir gestern nicht vor Ort sein konnten!
Also die Frau würde doch vorzüglich in den Bundestag passen. Da ist sie unter Ihresgleichen.
Karl-Eduard, Sie sprechen meinem Mann aus dem Herzen! Nachdem anscheinend bei Zulassung zur Kandidatur kein pol. Führungszeugnis verlangt wird und 200 Unterschriften und die “formalen Bedingungen”(habe mich im Rathaus von Mannheim erkundigt, die aber nichts für die Zulassung können) erfüllt sind, ist der Bundestag für meinen Mann “alles Ulusoy”. Leider hat ihre Kandidatur bzw. Zulassung zur Bundestagswahl nicht für mehr Ansehen unserer jetzigen und potenziellen Volksvetreter gesorgt, sondern das Gegenteil bewirkt!
@.Iris: leider ist es ja so, dass diese Leute alles ignorieren, was so als Gründe für das nicht mehr vorhandene Ansehen der Parlamente vorgebracht wird. Im Gegenzug darf man sich stattdessen als Rechtspopulist oder Rechtsextremer beschimpfen lassen. Ich für meinen Teil bekomme allmählich das Bedürfnis, mir die Zähne zu putzen, wenn ich das Wort “Bundestagsabgeordneter” ausgeprochen habe.
@Iris
“Alles Ulusoy oder was?!”
…das könnte zum geflügelten Wort bzw. Sinnbild deutscher Politik werden.
Ihr Mann sollte sich das Urheberrecht am Sinnbild sichern.
—
ERGÄNZUNG: Frau Ulusoy und die Aleviten
Auf ihrer Homepage schreibt Frau Sultan Ulusoy auf der Seite Lebenslauf [-> hier] bislang, Zitat:
“Vorstand alevitischer verein, Wissenschaft und Forschung in Mannheim”
Am 16.09.2009 schrieb der Mannheimer Morgen im Artikel “Polit-Palette im Zwölferpack” [-> hier] in Bezug auf einen früheren Artikel, Zitat:
“Nach Auskunft der islamischen Ahmadiyya-Gemeinde sei Ulusoy dort nicht - wie berichtet - Vorstandsmitglied.”
Aber: Ahmadiyya sind keine Aleviten!
Im Gericht sprach ich mit dem Redakteuer des Mannheimer Morgen, Thorsten Langscheid, den ich fragte, ob es sich dabei (Ahmadiyya) um einen Druckfehler handeln würde, was er mir bestätigte, hätte man doch mit den Aleviten telefoniert.
Es müsste dann also unter Vorbehalt des Hinweises im Gericht lauten: “Nach Auskunft der islamischen Aleviten-Gemeinde sei Ulusoy dort nicht - wie berichtet - Vorstandsmitglied.”
Das sind wirklich Krümelkacker und bei Barack Obama hat es auch nicht gestört.
Wenn ich die Titel Deiner letzten Beiträge überfliege, glaube ich fast, Frau Ulusoy ist die aussichtsreichste Kandidatin für das Direktmandat in Deinem Wahlkreis
@Karl Eduard
Okay, dass Obama sehr wahrscheinlich auch seine Bilder retouchieren ließ…, das ist wohl normal in dem Geschäft. Aber dass Obama seinen (ersten) Drucker nicht bezahlt hat bzw. zu einem anderen gewechselt ist (ohne den ersten für seine Arbeit bezahlt zu haben), das ist mir jetzt neu… .
Ne, ne,… Arbeit will und muss bezahlt werden!
@Falk
Für Außenstehende wirkt das so… .
Fakt ist, dass dabei einiges hinter den Kulissen gelaufen ist bzw läuft, in das ich zwar eingeweiht bin (meist zeitlich weit vor der öffentlichen Presse), aber leider keinen Presseausweis besitze, um damit in die Öffentlichkeit gehen zu können (u.a. Informantenschutz).
Die Zulassung von Frau Ulusoy zur Wahl ruft übrigens einige brennende Fragen (an die Behörden) auf, wenn man die komplette Geschichte (incl. Insiderinformationen) kennt.
Deadline: Laut Mannheimer Morgen muß Frau Ulusoy bis heute, 17:00 ihre Rechnung begleichen, ansonsten müssen die Plakate abgehängt oder überklebt werden:
-> Mannheimer Morgen
@Eichbaum
“Yep!”, ich habs auf dem Radar, ich wusste bereits gestern Abend, dass dieser Artikel heute erscheinen wird, ich seit dem 05.09.2009 so meine Drähte zur Vermieterin, Schuldern, Presse etc. - ich schreib da nur nicht drüber.
Der Mannheimer Morgen schreibt ebenda
Über die Sache mit dem Beratungsbüro habe ich bereits am 05.09.2009 berichtet und dass die Frau den Offenbarungseid geleistet haben soll, das wusste ich bereits vor dem Gerichtstermin am letzten Freitag.
Mir liegt sogar ein Datum vor, an welchem der Eid geleistet worden sein soll.
Ich habe auch gerade neue Infos bekommen, welche die ganze Sache in eine völlig neue Richtung lenken, wobei es längst nicht mehr um die Kandidatin alleine geht.
Ich bleib dran, versprochen - da kommt noch ‘was.
Hoffentlich werden Sie nicht gewählt, denn wer nach 30 Jahren und nach so
vielen Studienjahren nicht einmal in der Lage ist, sich in der Deutschen
Sprache korrekt auszudrücken, kann meiner Meinung nach auch nicht das
Volk korrekt vertreten und uns Ausländer erst recht nicht.
Bitte nehmen Sie das nicht persönlich aber erstens sind Sie nicht fachlich
geeignet und zweitens ihre Art und Weise Sachlagen zu erledigen zeigt doch
das ihre Arbeitsweise nicht bürokratisch und gesetzlich ist und genau das
sind Grundlagen der Deutschen Politik. Da kann man noch so viele Herzen
erobern wie man möchte aber um in der Politik oben mitwirken zu können
braucht es mehr Inhalt.
Ihre Utopie von einer schöneren Welt, die hat Jeder. Doch die eigentliche
Frage ist wie schafft man diese Welt? Und genau da hört es bei ihnen
auf.
Eine Frage hätte ich da noch, wo spricht man denn bitte afrikanisch ?
Trotzdem wünsche ich ihnen auf ihrem Lebensweg viel Erfolg.
schöne Grüße
gül
Irgendwie waren die Bemühungen von Frau Ulusoy vergeblich. Nach Auszählung von 48 von 182 Bezirken gerade mal 0.28%. Da hatte ich mehr erwartet.
-> Stadt Mannheim
@Eichbaum
Auch die Mannheimer sind aufgeklärt und helle genug, um zu wissen, wem sie heute ihre Stimme geben mussten.Somit ist das Ergebnis von S. Ulusoy keine Überraschung
@ Iris
Ich habe nie bezweifelt, das die Mannheimer helle sind. Rein von der Anzahl der Plakate hätte sie das Mandat aber holen müssen
Ich hoffe mal, ihre Anhängerschaft ist jetzt noch motiviert genug, die Dinger auch wieder abzuhängen.
gülrose
Viele türkischstämmige MitbürgerInnen ließen mir gegenüber durchblicken, dass Frau Ulusoy den Integrationsbemühungen vieler Ihrer Landsleute bzw. deren Ansehen geschadet hat.
Eine Meinung, welche ich teile.
Eichbaum & Iris
“Ja!”, ich habe die Seite der Stadt Mannheim in einem anderen Tab geöffnet und bin auch über die wenigen Stimmen von Frau Ulusoy überrascht, da ich ihr bei den vielen verwirrten Mannheimern gut 3 bis 5% zugetraut hatte.
Vielleicht hätte sie nicht noch die beiden folgenden Videos am 24.09.2009 auf YouTube veröffentlichen sollen, in welchen sie Stellung zu den Vorgängen der letzten Wochen zu beziehen versucht:
-> Video Teil 1 hier
-> Video Teil 2 hier
Die beiden Videos beinhalten, neben einem gewissen tragikomischen Aspekt, mehere Aussagen über die Druckerei Uyan und eine Gläubigerin von Frau Ulusoy, welche ich als üble Nachrede (”Diffamierung”) bezeichnen würde.
—
…übrigens, der SPD-Kandidat Stefan Rebmann, scheint in der SPD-Hochburg Mannheim ziemlich abgesoffen zu sein - vielleicht haben ihn die Mannheimer wegen dem Artikel von Schoggo-TV [sein Porträt bei Schoggo-TV -> hier] nicht gewählt?
Diese Größenordnung hätte ich vor der Wahl auch prognostiziert.