Twitter Mannheim
Stadt Mannheim fordert Twitter-Account Mannheim von Mark Zondler von der Mannheimer Firma Mikogo ein und der Chef-Zwitscherer von Schoggo-TV, Wingcommander Joey, sieht seine große Chance auf städtische Negersaat gekommen.

Zwitscherer Joey übt Beamtengehorsam
Entwurf: Initiativbewerbung als städtischer Zwitscherer
An
Stadt Mannheim
Rechtsamt
z. Hd. Stadtrechtsdirektor Dr. was-weiss-ich
E 4, 10
68159 Mannheim
Sehr geehrter Herr Stadtrechtsdirektor Dr. was-weiss-ich,
einem Beitrag von Mark Zondler auf dessen Firmenblog Mikogo entnehme ich [-> hier], dass Sie diesen per Unterlasungserklärung [-> hier], dabei unter Bezugnahme auf das Domainnamensrecht [-> Wikipedia], u.a. zur Freigabe seines Twitter-Accounts Mannheim [-> hier] veranlassen möchten, wozu inzwischen Herr Zondlers Anwalt eine Presseerklärung veröffentlicht hat [-> hier] und heute der Mannheimer Morgen berichtet [-> hier].
Aus Ihrem Vorgehen gegen Herrn Zondler bzw. dessen Twitter Benutzerkonto Mannheim erlaube ich mir zu schließen, dass die Stadt Mannheim nun wohl zu Twittern ["Zwitschern" bzw. -> Wikipedia] beginnen möchte.
In Anbetracht der aktuell katastrophalen Finanzlage der Stadt Mannheim kann ich mir nicht vorstellen, dass diese sich die Einstellung einer qualifizierten Fachkraft Städtische/r Zwitscherer/in nach 15 TVöD [-> Wikipedia] leisten könnte, weshalb ich mich heute bei Ihnen als kompetenten und sehr kostengünstigen städtischen Zwitscherer für ein mögliches Twitter Mannheim vorstellen möchte, zumal sich die alternative Abstellung eines/r städtischen Beamten/in für das Zwitschern als wenig zielführend für das Image von Mannheim erweisen dürfte
Da ich wegen meines persönlichlichen Zwitscherstiles [siehe Bericht: -> Schoggo-TV] als autoritärer, weil rechtslastiger Charakter gelte, sollte mir die Fügung in eine behördliche Struktur sehr leicht fallen. Sollten sich inzwischen bereits andere Bewerber/innen mit gleicher Eignung als Fachkraft Städtische/r Zwitscherer/in beworben haben, so erlaube ich mir auf meinen australischen Migrationshintergrund hinzuweisen, der mir in diesem Fall eine bevorzugte Einstellung gewähren sollte.
Mit freundlichen Grüßen
gez.
Joey
Wingcommander des Welligeschwaders TomCat von Schoggo-TV aus Mannheim
Mannheim, den 23.01.2010, 09:30 Uhr.






[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von tante emma, tante emma, tante emma, tante emma, Wilhelm Entenmann und anderen erwähnt. Wilhelm Entenmann sagte: @mannheim Bewerbung als städtischer Zwitscherer von #Mannheim abgeben? [...]
könnte klappen. wenn nicht eine behinderte , lesbische australische ZwitscherIn bei gleicher Eignung zu bevorzugen ist.
frackfarbe blau ist da auch eher hinderlich.und passt auch nicht zum roten schlips. pah
In die Hände klatsch: Ist das schön, dass die Politiker Mannheims keine grösseren Sorgen haben Wow!!!
anaximander
da müssen wir verständnis haben.
vor großen katastrophen scheint es zu helfen, die hände vors gesicht zu schlagen, den kopf in den sand zu stecken und , voher noch, den strauchdieb zu vierteilen, hängen, nachdem der kopf abgeschlagen wurde, ihn hernach aus der stadt zu jagen , und sich dann vor versammeltem hofstaat zu brüsten: kawum, dem haben wir es aber gezeigt. meinlieberherrgesangsverein, sind wir wehrhaft und handlungsfähig. die armee , auf dem hügel vor der stadt ist eh eine fatamorgana. huldigt uns ! halallaluja!
@ostseestadion
wenn nicht eine behinderte , lesbische australische ZwitscherIn bei gleicher Eignung zu bevorzugen ist.
Moooment mal, unser Althahn Joey hat in seinem bisherigen Leben fünf Jungvögel adoptiert sowie großgezogen und zwei andere Wellis bis zu ihrem Tod rührend gepflegt, womit er ein Verhalten gezeigt hat, das so nicht in der Natur vorkommt und ihn aus evolutionärer Sicht produktiver als manch eine lesbische Kampfhenne macht. Außerdem ist er wie die meisten Wellihähne bisexuell, wobei Wellihennen überwiegend hetero sind und sich untereinander eher bezickenkriegen.
Ne ne, an Joey kommt kein/e andere/r Bewerber/in vorbei!
@anaximander & ostseestadion
dass die Politiker Mannheims keine grösseren Sorgen haben Wow!!!
…
sind wir wehrhaft und handlungsfähig
Es handelt sich in diesem Fall um einen Beamten(?) bzw. Juristen. Allerdings haben wir just bei anaximander festgestellt, dass Politiker meist Juristen bzw. Beamtenseelen sind, womit das mit den PolitikerInnen dann doch wieder irgendwie stimmt.
Ich hab mal irgendwo gelesen, dass sich der Berufstand der Juristen aus dem der Raubritter entwickelt habe. Fürsten hätten diese Raubritter einst an ihre Höfe geholt und dort mit Verwaltungsaufgaben betraut, damit sie nicht mehr als verarmter Landadel die Leute auf den Wegen berauben und die Bewohner der Städte befehden.
(siehe: -> „Und die Geister von denselben…“ Wie aus Rittern zuweilen Raubrittern wurden)
Wer der aktuelle Stadtrechtsdirektor (Dr. was-weiss-ich) von Mannheim ist, der im oben berichteten Fall aktiv wurde, weiss ich nicht zu sagen.
Bis zu den Europawahlen im Juni 2009 ist es der jetzige -> EU-Abgeordnete Peter Simon (SPD und Jurist) gewesen.
Der neue Stadtrechtsdirektor (Dr. was-weiss-ich) scheint Mannheim mit seiner, m.E. unüberlegten Twitter Aktion mehr Schaden als Nutzen zu bringen - man schaue hierzu in Google, das inzwischen voll mit Beiträgen zur Sache ist.
Im Moment berichten, neben dem lokalen Mannheimer Morgen, nur “Fachmedien” wie -> heise online oder ausländische, wie -> Der Standard.
Wie der betroffene Twitterer Mark Zondler von der Mannheimer Firma Mikogo -> twittert, soll es am Montag ein Gespräch mit der Stadt geben.
Vorsicht, wenn es so weitergeht, wandern Schweizer Beamte aus und besetzen das Regierungsgebäude in Mannheim - Saufen, Fressen, Twittern und mit dem Twitterer Zondler übers Twittern reden. Ein schönes Leben, angenehm und leicht.
@anaximander
Vorsicht, wenn es so weitergeht, wandern Schweizer Beamte aus…
Habt Ihr in der Schweiz jetzt auch noch ein Problem mit Raubrittern?
ERGÄNZUNG
Mark Zondler zieht eine Zwischenbilanz und denkt über sein morgiges Gespräch im Rathaus Mannheim nach:
-> Danke für die großartige Unterstützung!.
Muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen! Twitter hostet - wie jede vernünftige Company - im Ausland und ein Haufen BRD-Nerds will einen User des Dienstes verklagen, dessen Inhalte weit weit entfernt auf einem Rechner in den Staaten liegen. Die Nerds haben einfach kein Recht , da etwas zu bestimmen. Würden sie Twitter direkt verklagen, dann würde offenbar, dass es Idioten sind.
@geisteswelt
In Mannheim möchte man wohl aufräumen, scheint dabei aber keine Ahnung vom Internet zu haben, wohl auch nicht vom -> Streisand-Effekt.
Aus dem Artikel des Mannheimer Morgen (MM) zur Twitter Sache
-> Redensarten: Jemandem einen Bären aufbinden
@Wilhelm: Was stört ist dieses feudale Selbstverständnis über den Namen Mannheim verfügen zu können. Können sie eben nicht, zumindestens nicht bei Twitter. Das funktioniert nur über Repression über bezahlte Anwälte oder vielleicht einen lokalen Richter, der rein zufällig auch im “Lionsclub” seine Zeit abhängt. Allein schon die Logik dahinter ist haarsträubend, da “Mannheim” auch ein Familienname ist. (siehe hier) Wird wohl wirklich wieder Zeit für ein neues 1889 oder 1618.
@geisteswelt
Was stört ist dieses feudale Selbstverständnis über den Namen Mannheim verfügen zu können. Können sie eben nicht, zumindestens nicht bei Twitter.
Ich denke, dass hier zwei Sachen zusammentreffen.
1. Der Ansprechpartner
Hier bin auch der Meinung, dass die Stadt Mannheim mit Twitter und nicht mit Mark Zondler in Kontakt hätte treten müssen.
2. Namen-/Markenschutz
Dies sehe ich etwas anders. Ich erinnere mich dabei z.B. an zwei Fälle, wo ein deutscher Anwalt mit dem Namen eines Mineralölkonzerns und eine französische Schneiderein mit dem Namen einer Schokalde gegen die jeweiligen Firmen unterlagen und diesen die Domain (exakt: die second-level-domain) abgeben mussten.
Aber, und das ist die für mich aus 2. sich ergebende interessante Frage, müssten dann nicht Produkte, welche den Namen einer Stadt tragen und sich darüber vermarkten,
wie z.B. der -> Mannemer Dreck, eine Art Lizenzgebühr an die Stadt bzw. Kommune abgeben?
ERGÄNZUNG
Mark Zondler berichtet auf Mikogo:
-> Erstes Treffen mit der Stadt Mannheim.
@ZenSur
Jemandem einen Bären aufbinden
Vielleicht!?
Man darf nicht vergessen, dass mit Mark Zondler auch die Firma Mikogo verbunden ist.
Der folgende Beitrag auf dem Blog von Steffen Bastian hat mich zum Nachdenken gebracht:
Ich werde Joeys obige Initiativbewerbung als städtischer Zwitscherer dennoch stehen lassen.
@Wilhelm: Der Name einer Stadt ist doch keine “Marke”, die man schützen lassen kann? Letztlich gehört den Bürgern die Stadt und wenn diese dann sie juristisch einschüchtert, dann ist das ein Zeichen, dass grundlegende Dinge in dieser Stadt nicht mehr richtig laufen. Da kommt dann alt-deutsches Denken zum Tragen, dass eben der Staat an sich der Souverän ist. Dagegen hilft ja nur Auswandern oder eben die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.
Das ganze war doch eine klasse Werbung für seine Firma. Mehr auch nicht. Juristisch wäre ein Urtail interessant gewesen, so eines über Twitter gibt es in Deutschland noch nicht.
Jetzt musste ich erst mal nachschauen, ob ich Dich tatsächlich bei Twitter wiederfinde
LG,
Falk alias PsychoFritze