Neger bringt CDU in Gefahr

Roter Alarm für die CDU/CSU: Politisch überkorrekter bayerischer Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) will nach einer Initiative vom Arbeitskreis Panafrikanismus München die Bezeichnung Neger für den Cola-Weißbier-Mix von den Getränkekarten verschwinden lassen, da die Bezeichnung Neger rassistisch sei. Muss nun auch die CDU und CSU aus dem öffentlichen Raum verbannt werden?

Bilderrätsel - Tipp: Yes you can eat it

Ein Mischling ist kein Neger

Mit einer empörten Resolution “über die verbreitete Verwendung des menschenverachtenden Begriffs Neger im öffentlichen Raum” hat der Arbeitskreis Panafrikanismus München (AKPM) [1] die Sache ins Rollen gebracht und Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) zu einem Brief an den bayerischen Hotel- und Gaststättenverband veranlasst, welcher seinerseits die Gastronomen für die “rassistische” Getränkebezeichnung “Neger” sensibilisieren soll und diesen die  Bezeichnung “Cola-Weiße” für ein Cola-Weißbier-Mischgetränk schmackhaft machen will, während Bayerns Justizministerin Beate Merk (CSU) auf Zeils Bitte “eine generelle Verbannung des Begriffs aus dem öffentlichen Raum” überprüfen soll [2].

Ein Mischling ist eine Cola-Weiße

Während im Moment die mächtigste “Cola-Weiße” dieser Welt, der weiße US-Präsident mit 50% Cola-Genen (-> unser Bericht hier), gerade sein politisch korrektes Waterloo erlebt [3] und dabei wegen einem just aufgetauchten Tonband [4] als voreingenommen gegenüber Weißen geoutet zu werden droht, lässt sich der bayerische Wirtschaftsminister zu einer Umbenennung eines beliebten alkoholischen Mischgetränkes in “Cola-Weiße” hinreißen, was einer einseitigen sprachlichen Schuldzuweisung für den Jugendalkoholismus an die Weißen gleichkommt, wenn doch immer wieder berichtet wird [5], dass die Jugend gerade durch Biermischgetränke [6] in die Abhängigkeit gelockt wird: das Weiße ist stets schuld am Bösen in der Welt! [7]

Drohendes Aus nicht nur für die Schwatten

Nachdem bereits die Tilgung des Wortes “Rasse” gefordert wurde [-> wir berichteten hier], soll nun wohl die Eliminierung jener Dinge erfolgen, welche einen negativen Bezug zu Schwarz herstellen könnten.
Die “Schwarzen”, im Bergischen auch “Schwatten” [7], wird gerne synonym für die Mitglieder der CDU und CSU verwendet. Im Rahmen einer, voererst auf Bayern begrenzten sprachlichen Bereinigung des öffentlichen Raums könnten die beiden Unionsparteien langfristig einem bundeweiten Verbot entgegensehen, da das Handeln schwarzer PolitikerInnen, wie z.B. Bayerns Justizministerin Beate Merk, nur all zu oft schlechtes mit Schwarz in Verbindung bringt.
Nicht nur im Hinblick auf zukünftige politische Partner sollte sich der liberale bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil sein Vorhaben nochmals bei einem “Schwarzen Blonden” [9], so die eigentlich korrekte Bezeichnung für das besagte Biermischgetränk, durch den Kopf gehen lassen, ist doch solch ein Schritt zur sprachlichen Bereinigung einer Gesellschaft oft der erste Schritt zu deren Umerziehung. Na ja, vielleicht ist Herr Zeil auch ganz einfach bei der falschen Partei.

Das darf man im Fernsehen nicht sagen

Mannheim, den 29.07.2009, 16:47 Uhr.

Links auf Quellen

[1] AKPM - Resolution: Rassistische Getränkebezeichnungen in Bayern

[2] suedeutsche - “Neger” soll Cola-Weiße heißen

[3.1] Spiegel Online - Polizeiaktion gegen schwarzen Promi-Prof erregt Amerika

[3.2] Spiegel Online - Obama gesteht “unglückliche” Wortwahl ein

[4] New York Times - 911 Tape Raises Questions in Gates Case

[5] Tagesspiegel - Unterwegs mit der Komasauf-Patrouille in Spandau

[6] Wikipedia - Biermischgetränk

[7] Rhein-Neckar-Zeitung - Demonstranten zeigten brutalen Polizisten die “Rote Karte”

[8] Wikipedia - De drei schwatten Prinzessinnen

[9] Zeit Online - Obama bedauert Polizei-Kritik: Einladung zum Bier

[Nachschlag] Junge Freiheit - Streit um “beleidigendes” Speiseeis

29. Juli 2009 | Von Kampfkuschler Walther | Kategorie Gesellschaft & Soziales
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6 Kommentare
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  1. FDP merkt auch jetzt: mal was verbieten wollen, dass bringt Aufmerksamkeit in der Presse. Aber eigentlich bringt es die Aufmerksamkeit weil das Volk so verbotsgeil ist. Oder es ist so, dass die weißen Deutschen den schwarzen Negern eine solche Ehre nicht gönnen und selber ein Getränk nach sich “Cola-Weiße” benannt haben wollen? Fragen Fragen … :)

  2. [...] Justo a las puertas de las elecciones las autoridades de Bavaria se encuentran con un escandalo de racísmo.(Partidos conservadores CDU CSU y liberal FDP)

    Hace años que en Babaria, se bebe en los bares una mezcla de Coca Cola y de cerveza blanca, que siempre se llamó Neger “(negro) . El Arbeitskreis Panafrikanismus München AKPM( La asociación panafricana de Munich) recurrió a las autoridades de Babaria mediante una resolución para que se prohiba el uso de la palabra Neger en la denominación de una bebida alcoholica. Decir Negro es racísta al igual que decir mestizo, mulato o mezcla (de bebídas) .

    La noticia de ShogGoTv [...]

  3. @geisteswelt
    FDP merkt auch jetzt: mal was verbieten wollen, dass bringt Aufmerksamkeit in der Presse.
    Ja, ein grasser Fall von negativer Werbung, deren Wirkung bzw. Erfolg man nicht unterschätzen sollte.
    PolitikerInnen machen ja ständig mit so negativer Werbung auf sich aufmerksam.

    Oben unter “Links auf Quellen” habe ich unter “Nachschlag” noch den Fall des Speiseeis “Mohr im Hemd” (Werbeslogan “I will mohr”) , eine traditionelle österreichische Spezialität, nachgetragen.
    Ich zitiere mich jetzt selbst:
    “Ich bins satt, sie kommen aus allen Kulturen dieser Welt und/oder entstammen den verschiedensetn Ethnien und/oder glauben in die verrücktesten Ideologien und wollen die Gesellschaft der Aufnahmeländer nach ihren Vorstellungen umkrempeln. Umgekehrt würde dies bestimmt nicht so laufen,… .”
    bei “Europäische Werte”: -> Der Affenvergleich geht nur beim Weißen Mann.

  4. Schlimm, mit was für scheusslichen Begriffen wir aufwachsen mussten. Gerade in der DDR, wenn es zum Bäcker ging, nachdem das Pausenbrot im Papierkorb gelandet war und wir Pioniere uns arglos Mohrenköpfe oder Negerküsse einverleibten. Darf man übrigens noch Amerikaner essen, wo doch jetzt so ein Lichtbringer das Land regiert. Ist ja eigentlich volksverhetzend. Oder?

  5. @Karl Eduard

    Die Dinger heißen jetzt “Schokokuss” oder “Schaumkuss”, Schoggo-TV hatte das Thema bereits im April 2006 aufgegriffen:
    -> Negerküsse in den Niederlanden.
    (Das dortige Bild ist, bis auf die eingefügte Sprechblase, keine Montage. Uns gelang es zu jener Zeit tatsächlich noch so ein Paket mit “Superfrischen Negerküssen” bei einem Bäcker zu kaufen).

    Die Sache mit dem “Amerikaner” ist tatsächlich knifflig…., andererseits haben viele Menschen “die mächtigste ‘Cola-Weiße’ dieser Welt” ja nun zum fressen gern, schwierig.

    Wegen diesen vielen komplizierten Komplexitäten plädiert Schoggo-TV eben für einen “Weißen Mohrenkopf” (s.o. im Bild mit US-Flagge), um auf die weiße Mutter von Obama hinzuweisen, welche immer unterschlagen wird, wenn in den Medien vom “schwarzen US-Präsidenten” gesprochen wird.
    Seit dem Us-Wahlkampf frage ich mich, ob denn nicht diese Unterschlagung der weißen Mutter von Obama den eigentlichen Rassismus darstellt, da darin eine Überlegenheit von Schwarz über Weiß mitschwingt.

  6. [...] jeder Futtermischung für Wellensittiche sei und bislang von Deutsch-Afrikanischen Verbänden nicht beanstandet [...]

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